Trauer um Anneliese Wagner

Veröffentlicht am 17.04.2009 in Kreisverband

Starb im Alter von 89 Jahren: Anneliese Wagner. FOTO: NWZ

Langjährige Göppinger SPD-Stadträtin ist tot

Neue Württembergische Zeitung

Trauer um Anneliese Wagner: Die langjährige SPD-Stadträtin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Göppingen. Die Familie, Freunde, Bekannte und politische Weggefährten trauern um die langjährige SPD-Stadträtin im Göppinger Gemeinderat, Anneliese Wagner. Sie ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Die gebürtige Weinsbergerin, die 1946 von Heilbronn nach Göppingen gekommen war, engagierte sich in vielen Bereichen. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, des langjährigen SPD-Kreisvorsitzenden Max Wagner, wurde sie wieder berufstätig - und politisch aktiv. Von 1964 bis 1989 gehörte sie der SPD-Fraktion des Gemeinderats an, lange Jahre saß sie im Orts- und Bezirksvorstand der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG) und war von 1971 bis 1979 Mitglied im Gewerkschaftsrat und Bundesvorstand der DAG-Berufsgruppe "Öffentlicher Dienst".

Die Mutter von vier Kindern engagierte sich zudem jahrelang als Elternbeiratsvorsitzende der Schillerschule. Sie habe an vielen für die Entwicklung der Stadt bedeutsamen Entscheidungen mitgewirkt, würdige der damalige Oberbürgermeister Hans Haller die engagierte SPD-Politikerin, als ihr 1981 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. Bereits 1979 war sie mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet worden. Bei der SPD galt Wagner als "Musterbeispiel einer emanzipierten Frau", wie der damalige Ortsvereinsvorsitzende Frieder Birzele anlässlich ihres 75. Geburtstags im September 1994 betonte hatte. Auch durch ihr Engagement im Bezirksbeirat Holzheim und im Parteivorstand "ihrer SPD" hat sich die Göppinger Kommunalpolitikerin große Anerkennung erworben.

Zuletzt trat Anneliese Wagner öffentlich in Erscheinung, als sie 2005 für ihre 70-jährige Zugehörigkeit zur SPD ausgezeichnet wurde. Bei all den Ehrungen blieb die SPD-Frau stets bescheiden. Ihr Kommentar, als sie 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, mag dafür typisch sein: "I han bloß gschafft, wie andere au." joa

 

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