SPD schüttelt den Kopf über den zweiten Umfaller von Mappus in der Finanzpolitik

Veröffentlicht am 26.03.2010 in Landespolitik

Finanzexperte Nils Schmid: "Das Land hat wohl noch nie einen Regierungschef erlebt, der sich innerhalb weniger Tage ein solches Hü und Hott in einer der wichtigsten politischen Fragen erlaubt hätte"

Die SPD-Fraktion quittiert den zweiten Schwenk von Ministerpräsident Mappus in der Steuerpolitik mit fassungslosem Kopfschütteln, nachdem der sich heute im Bundesrat dazu bereit erklärte, einer weiteren Steuersenkung für 2011 zuzustimmen. "Es kann mir niemand erklären, weshalb Mappus die Finanzsituation des Landes heute anders sehen will als noch am Dienstag", erklärte Nils Schmid, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und designierter SPD-Spitzenkandidat. Mappus habe mit diesem zweiten Schwenk seine eigene finanzpolitische Kompetenz deutlich in Frage gestellt.

Schmid betont, der erneute Umfaller von Mappus mache nicht nur deutlich, dass der Ministerpräsident in wichtigen Fragen wie auch bei der Steuersünder-CD auf Druck sofort zurückweiche und vor allem der FDP gerne nachgebe. Mappus sei zudem die solide finanzpolitische Basis offenbar weniger wichtig als die parteipolitische Linie von FDP und Bundes-CDU. Am schlimmsten sei aber, dass der Ministerpräsident die Glaubwürdigkeit der Politik stark untergrabe. "Das Land hat wohl noch nie einen Regierungschef erlebt, der sich innerhalb weniger Tage ein solches Hü und Hott in einer der wichtigsten politischen Fragen erlaubt hätte", sagte Schmid. Er rief Mappus dazu auf, zu einer soliden Politik zurückzufinden.

Der Ministerpräsident falle mit diesem erneuten Schwenk auf seine ursprüngliche Linie zurück, die geplanten Steuersenkungen des Bundes zu unterstützen. Dabei habe Mappus bei seinem ersten Umfaller vergangenen Dienstag in der Regierungspressekonferenz nicht nur jegliche weitere Reduzierungen ausgeschlossen, er hatte die Befürworter sogar als "verantwortungslos" gebrandmarkt. Neue Steuersenkungen seien mit ihm nicht zu machen. Wer das wolle, sagte er wörtlich, brauche "entweder andere Mehrheiten oder einen anderen Ministerpräsidenten". Mappus könne jetzt zeigen, ob er zu seinen eigenen Worten stehe, erklärt Schmid. Und: "Ein Ministerpräsident, der schwankt wie ein Strohhalm im Wind, muss aufpassen, dass er noch ernst genommen wird."

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de