Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hat die Pläne der Landesregierung zum Ausbau des Betreuungsangebotes für Kleinkinder als völlig unzureichend kritisiert.
Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hat die Pläne der Landesregierung zum Ausbau des Betreuungsangebotes für Kleinkinder als völlig unzureichend kritisiert.
Oettingers Aussage, eine Quote von 20 Prozent sei ausreichend und die Forderung der Bundesfamilienministerin nach einer Quote von 35 Prozent sei "nicht zielführend", gehe vollkommen an den neuen familienpolitischen Realitäten vorbei. "Statt Familien echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, verschleiert die Landesregierung durch Rechentricks den tatsächlichen Bedarf an Betreuungsplätzen", sagte Vogt.
Das neue Elterngeld werde bewirken, dass deutlich mehr Eltern als bisher nach dem ersten Geburtstag des Kindes ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen wollen und deshalb einen Betreuungsplatz nachfragen werden. Oettingers Hinweis, laut einer Umfrage unter den Kommunen sei ein Platzangebot in Höhe von 20 Prozent ausreichend, bezeichnete Vogt als "billigen Taschenspielertrick." Denn diese Umfrage aus dem Jahr 2006 beziehe sich lediglich auf die Umsetzung des bereits seit längerem geltenden Tagesbetreuungsausbaugesetzes, das Eltern bereits jetzt unter bestimmten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz einräumt. Bei dieser Bedarfsanalyse sei das damals noch nicht beschlossene neue Elterngeld völlig unberücksichtigt geblieben.
Nach den Worten Vogts bleibt Oettingers Kinderland eine familienpolitische Luftnummer, solange der Ministerpräsident den Bedarf bewusst kleinrede und damit den Familien eine echte Wahlfreiheit vorenthalte. Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende verwies auf Ausführungen der Bundesfamilienministerin, die im Bundestag zur Frage des Bedarfs erst kürzlich wörtlich erklärt hatte: "Ich sage als Familienministerin ganz selbstbewusst: Ungefähr ein Drittel aller Eltern hat Bedarf an einem Betreuungsangebot. Dies ist im Übrigen europäischer Durchschnitt. Im Augenblick jedoch liegen wir, was die Betreuungsmöglichkeiten angeht, noch im unteren Drittel. Diese Zahl ist durch das Deutsche Jugendinstitut, eines der renommiertesten deutschen Institute, die auf diesem Gebiet forschen und veröffentlichen, bestätigt worden." (Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, in der Debatte zur Kinderbetreuung vor dem Deutschen Bundestag am 7. März 2007 in Berlin).
Ute Vogt: "Die Bundesfamilienministerin ist damit deutlich weiter als der Ministerpräsident mit seiner Kinderland-Rhetorik. Wenn Eltern dies wünschen, müssen sie vor Ort einen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Deshalb will die SPD einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Denn nur so gibt es echte Wahlfreiheit für Familien."
Homepage SPD-Landesverband
03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen
01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen
27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de