SPD-Kreistagsfraktion mit klarer Haltung: Interventionsstelle ‚Häusliche Gewalt‘ muss im Haushalt kommen!

Veröffentlicht am 25.11.2020 in Kreistagsfraktion

„Es besteht dringender Handlungsbedarf eine Interventionsstelle zum Schutz vor häuslicher Gewalt im Kreis Göppingen zu schaffen. Wir als SPD-Kreistagsfraktion haben dazu einen Bericht im zuständigen Verwaltungsausschuss beantragt und ziehen Bilanz, dass wir bereits im Haushalt 2021 handeln müssen. Deshalb beantragen wir eine 50%-ige Stelle zur Unterstützung der Opfer als schnellen Ausfluss  der nun in Auftrag gegebenen Konzeption des Landkreises“. Kreisrätin Claudia Schluermann, jahrelang schon Streiterin für eine pro-aktive Herangehensweise im Landkreis, warb in der zurückliegenden Fraktionssitzung für eine breite Unterstützung im Kreistag zu diesem Vorschlag ihrer Fraktion bei den anstehenden Abstimmungen zum Kreishaushalt.
 
In Sachen häuslicher Gewalt sind die ‚Istanbuler Konvention‘ Grundlage des Völkerrechts und der unter Sozial-Ministerin Katrin Altpeter ratifizierte ‚Landesaktionsplan Baden-Württemberg‘ die heimische Grundlage. Die SPD argumentiert: „Um Gewalt gegen Frauen und Kinder, aufkommend auch gegen Männer, in häuslicher Umgebung pro-aktiv zu verhindern bzw Hilfsangebote wie Rechtsberatung, finanzielle Beratung, psychologische Betreuung, Unterbringungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Ausbildung und Arbeitssuche nach erlittener Gewalt niederschwellig und nachhaltig anzubieten, ist eine Interventionsstelle unabdingbar und sollte so schnell als irgend möglich eingerichtet werden“. Nach dem Bericht von Dr. Michael Grebner aus dem Verwaltungsausschuss, dankte die SPD-Kreistagsfraktion ausdrücklich Birgit Göhringer-Schaal, Leiterin im Göppinger Frauenhaus, und Tamara Orban, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises für deren faktenreiche und klare Sprache im Ausschuss.

„Wir brauchen im Landkreis Göppingen wieder ein Gewerbeflächenangebot, das der festgestellten Flächennachfrage entspricht. Je mehr davon durch ‚recycelte‘ und wiedergenutzte alte Industrie-Areale bereitgestellt werden kann, umso besser. Aber das allein wird nicht für alle Bedarfe reichen. Deshalb müssen die Grünen hier beidrehen“ sprach Peter Hofelich Klartext. Die SPD präsentiert einen kühnen Plan: könnte man nicht in Landkreis-Regie und unter dem Dach der regionalen Wirtschaftsförderung ein sich aufbauendes Sondervermögen ‚Aufkauf Gewerbebrachen‘ bilden, mit dem den Gemeinden für ehrgeizige aber eben auch kapitalaufwendige wiedergenutzte Gewerbegebiete zur Seite gestanden wird. Hofelich sprach sich allerdings im Blick auf manche realitätsentrückte Diskussionen im Landkreis und den Kreisgemeinden dafür aus, daß in unserer engeren Heimat einmal eine breit angelegte Perspektiv-Diskussion mit Arbeitnehmern, Firmenleitungen, Gemeinderäten und sonst ‚stillen‘ Vertretern der Bürgerschaft angestoßen wird, die das Motto ‚von was wollen wir künftig leben ?‘ trägt.

 

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