Plädoyer für Jugendhilfe

Veröffentlicht am 21.06.2008 in Kreisverband

"Kindern Zukunft geben", Sascha Binder fordert eine Aufwertung der Jugendhilfe.

Der SPD-Kreisverband Göppingen stellt sich hinter die zentrale Forderung des 13. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages, der vergangene Woche in Essen stattfand. Die Genossen wollen im Landkreis weiterhin für eine Aufwertung der Kinder- und Jugendhilfe eintreten. Die sich wandelnde Gesellschaft müsse junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern. Bildung und Integration seien dazu die Schlüssel. „Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie Wertschätzung erfahren, im schulischen und außerschulischen, im haupt- und im ehrenamtlichen Bereich.“, unterstreicht SPD-Chef Sascha Binder.

Binder warnte davor die wichtigen Anstrengungen im Bereich der Kindertageseinrichtungen auf Kosten der Jugendarbeit zu finanzieren. Vielmehr müssten mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Kürzungswelle im Kinder- und Jugendhilfebereich zu stoppen. „Jungen Menschen Orientierung zu geben ist wichtiger als Steuergeschenke zu verteilen.“, so Binder.

Auch der Vorsitzende des Juso-Kreisverbandes, Tim Zajontz, machte deutlich: „Gewalttätige Jugendgruppen von heute sind die versäumte Jugendarbeit von gestern.“ Das gerechte Aufwachsen von Kindern müsse auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises oberstes Ziel sein. Die Haushaltskonsolidierung der kommunalen Haushalte sei ein ehrenwertes Ziel, das in der Kreis-SPD große Unterstützung finde. „Wer aber den Rotstift immer zuerst bei der Kinder- und Jugendhilfe ansetzt, zerstört die Zukunft derer, die unsere Unterstützung brauchen“, sagte Binder. Es sei eine Ohrfeige für die Jugend im Landkreis, wenn die CDU im Kreistag bei Einsparungen im Kinder- und Jugendbereich Beifall klatscht, damit zeige die sie, wie kurzsichtig sie Politik gestaltet, so Binder und Zajontz weiter. Die Genossen sind sich einig: Das von Ministerpräsident Oettinger versprochene Kinderland lasse im Landkreis Göppingen weiter auf sich warten. Dafür sorge Landrat Weber und die ihn tragende CDU-Fraktion im Kreistag.

 

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