Kuchener SPD ist stolz auf ihr gutes Mannschaftsspiel

Veröffentlicht am 16.06.2009 in Wahlen

Wahlnachlese bei Kuchens Sozialdemokraten - Enttäuscht von niedriger Wahlbeteiligung

Geislinger Zeitung

Kuchen. "Unser gutes Mannschaftsspiel wurde vom Wähler belohnt. Wir liegen wieder vor der CDU und haben mit der 21-jährigen Annegret Weit die jüngste Gemeinderätin aller Zeiten. Das ist ein Grund zum Feiern", freute sich Fraktionsvorsitzender Hansjörg Wohlrab bei der Wahlnachlese der Kuchener Sozialdemokraten im "Küferstüble". Lediglich die niedrige Wahlbeteiligung trübe die Stimmung: "Wir hätten sonst sicher das 6. Mandat gewonnen."

Eingangs hatte sich der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Dieter Taufer für das Engagement aller Kandidaten bedankt. Er lobte besonders den Wahlkampfleiter Fritz Teichgräber. Taufer verwies darauf, dass man keine herausragenden Einzelergebnisse, wohl aber eine "starke Nachrückergruppe" mit vier Bewerbern zwischen 700 und 800 Stimmen habe. Deshalb eröffne die SPD schon am 2. Juli ihre neue "Kommunale Runde" im Küferstüble, bei der sich regelmäßig Gemeinderäte mit Bürgern und Parteifreunden treffen, um öffentlich über aktuelle politische Fragen zu diskutieren. Rainer Kruschina forderte eine SPD-Initiative zur geplanten Trassenführung der B 10-neu in Kuchen. Inge Heuschneider wies auf die Weiterentwicklung der Ganztagesbetreuung in der Schule mit einem gemeinsamen Mittagessen hin. Nach dem Aufstieg der FTSV-Fußballer habe die SPD jetzt im Gemeinderat die Verpflichtung, sich um einen besseren Zustand des B-Platzes im Ankenstadion zu kümmern, meinte Jörg Michels. "Die Fußballer mit ihren vielen Jugendmannschaften brauchen einen modernen Kunstrasen", so Michels weiter. Dass das "demokratische Experiment" der Aufstellung von zwei Kandidaten mit Migrationshintergrund positive Ansätze zeige - wenn auch noch keinen Durchbruch - unterstrich Hansjörg Wohlrab, der von "einem guten Keim der Integration in Kuchen" sprach. Wie immer nach einer Wahl seien Gewinner und Verlierer festzustellen. Die Freien Wähler hätten, trotz ihrer FDP-Mitglieder, "die allgemeine Antiparteienstimmung" ausgenützt, während die CDU die Abwahl ihres Gemeinderats Torsten Bührle beklagen müsse. Dagegen seien alle SPD-Räte wiedergewählt worden, betonte Wohlrab.

 

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