Geislinger Zeitung
Kreis Göppingen. Wie Unternehmer und Arbeitnehmer im Stauferkreis von der Elektromobilität betroffen werden, war Thema eines Fachgesprächs in Göppingen.
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Kreis Göppingen. Wie Unternehmer und Arbeitnehmer im Stauferkreis von der Elektromobilität betroffen werden, war Thema eines Fachgesprächs in Göppingen.
Von der technischen Entwicklung hin zur Elektromobilität werden auch Unternehmen und Arbeitnehmer im Stauferkreis Göppingen unmittelbar betroffen. Dies wurde bei einem Fachgespräch deutlich, zu dem der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) in die Göppinger Stadthalle eingeladen hatte. "Die Zulieferer in unserem Landkreis müssen rechtzeitig auf die neuen Bauteile umstellen", sagte der Abgeordnete laut einer Pressemitteilung. Hofelich hatte zum fünften und letzten "Forum Zukunft im Kreis Göppingen" eingeladen. Seine Fragestellungen lauteten: "Was bedeuten künftige alternative Antriebe für die gewachsene Industrielandschaft des Filstals?" Auch wenn gegenwärtig noch offen sei, welche Antriebsart letztlich den Durchbruch schaffe, machten Franz Loogen, Geschäftsführer der landeseigenen e-mobil GmbH, und Bernd Rattay, Bevollmächtigter der IG Metall Göppingen-Geislingen, deutlich, dass bisher bekannte Entwicklungen einen Strukturwandel ankündigten. Betroffen werden im Kreis Göppingen vor allem die zahlreichen Zulieferer sein, insbesondere wenn sie bisher für den konventionellen Antriebsstrang der Fahrzeuge Teile und Komponenten liefern. Bernd Rattay sagte, dass sich hier das Produktportfolio radikal verändere und jede Chance genutzt werden müsse, Anschluss an die neuen Technologien zu halten. "In unserer heimischen Zuliefererindustrie werden die Karten neu gemischt", prognostizierte der Gewerkschafter.
Um im Kreis Göppingen mit von der Partie zu sein, sind nach übereinstimmender Auffassung beider Experten eine gezielte Aus- und Weiterbildung in den infrage kommenden Branchen erforderlich. Hofelich stellte die Frage in den Raum, ob die Elektromobilität nun eine Bedrohung oder Chance sei. Die Fachleute meinten, dass zwar in der Produktion der Elektroantriebe weit weniger Arbeitskräfte gebraucht würden als für die Benzin- und Dieselmotoren und -getriebe, dass andererseits aber in benachbarten oder verwandten Branchen neue und zusätzliche Arbeitsplätze entstünden.
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