Kampagne gestartet

Veröffentlicht am 18.04.2007 in Kreisverband

MINDESTLOHN / Jusos und AfA machen mobil

Die Jungsozialisten und die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen haben eine Kampagne zum Mindestlohn gestartet. Sie unterstützen damit ihre Partei.

KREIS GÖPPINGEN. Mit einer Unterschriftenaktion und einer Resolution, die die Kreiskonferenz der SPD am Freitag diskutieren soll, machen die Jungsozialisten (Jusos) im Kreis Göppingen sowie die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) für einen gesetzlichen Mindestlohn mobil. Die Arbeitsgemeinschaften unterstützen damit die Mindestlohn-Kampagne ihrer Bundespartei, die eine Gesetzesinitiative fordert, die unsozialen und unwürdigen Löhnen endgültig ein Ende bereiten soll.

"Es kann nicht sein, dass über sieben Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich den ganzen Tag schuften und ihr Lohn dennoch kaum zum Überleben reicht", sagt Klaus-Peter Grüner, Vorsitzender der AfA im Kreis Göppingen. Der fehlende Mindestlohn sei ein Hauptgrund für die steigende Kinderarmut in Deutschland und schade Betrieben, die ihre Mitarbeiter angemessen bezahlen, so Grüner weiter.

Auch für den Juso-Chef im Kreis Göppingen, Sascha Binder aus Geislingen, ist die Einführung eines Existenz sichernden Mindestlohns längst überfällig. "Im Niedriglohnsektor gibt es kaum Aufstiegschancen, er ist vor allem für minder qualifizierte Jugendliche ein Teufelskreis und Wegbereiter in die Armut. Deshalb brauchen wir jetzt schnellstmöglich einen gesetzlichen Mindestlohn!", sagt der 24-Jährige.

Die beiden Arbeitsgemeinschaften der SPD fordern ihren Koalitionspartner in Berlin auf, sich nicht länger gegen einen Mindestlohn zu stellen und damit menschenunwürdige Löhne zu legitimieren. Erster Schritt dazu sei die Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes auf sämtliche Wirtschaftsbereiche, um faire Lohnabschlüsse in allen Branchen zu ermöglichen.

Arbeitgeber in nicht tarifgebundenen Bereichen müssten durch eine gesetzliche Lohngrenze zu ihrer sozialen Verantwortung gezwungen werden.

 

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