Neue Württembergische Zeitung
Göppingen. Bei einem Besuch der Justus-von-Liebig-Schule hat der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich die Berufsschulen als Aushängeschild bezeichnet.
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Göppingen. Bei einem Besuch der Justus-von-Liebig-Schule hat der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich die Berufsschulen als Aushängeschild bezeichnet.
"Ich freue mich, dass das neue sozialwissenschaftliche Gymnasium an der Justus- von-Liebig-Schule Göppingen nun alle Hürden überwunden hat. Diese Schulart bildet eine hervorragende Ergänzung der gymnasialen Landschaft, ist anspruchsvoll und bedeutet eine weitere Chance für den Wirtschafts- und Sozialstandort Kreis Göppingen", so der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) bei einem Besuch der Justus von Liebig Schule im Göppinger Berufsschulzentrum.
Anlass für den Besuch war das gemeinsame Ringen um die Einrichtung des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (SG). Schulleiter Hespeler informierte, dass nach dem Grundsatzbescheid des Ministeriums nunmehr alle Fragen mit dem Regierungspräsidium abgeklärt sind. Darunter auch, dass die Schule für die Neueinrichtung des SG an anderer Stelle keine Klassenkapazität abbauen muss. Der Zustrom ist mit über 200 Bewerbungen enorm und es fällt Schulleiter Hespeler und dessen ebenfalls beim Gespräch anwesenden Stellvertreters Gödecke schwer, dabei die schmerzhafte Auswahl zu treffen, wer in der jetzt genehmigten ersten Klasse dabei ist. Hofelich sicherte zu, sich für einen möglichen Ausbau des SG über die eine Klasse hinaus künftig bei Bedarf einzusetzen. Er sprach die Erwartung aus, dass der Standort Göppingen im Landkreis und den angrenzenden Räumen mit dem neuen Schultyp seine Attraktivität und Zentralität ausbauen kann.
Nach wie vor unbefriedigend ist das Thema der Unterbringungskosten für Berufsschüler, die von weit her nach Göppingen kommen, etwa bei den Floristen oder im Gartenbau. Die CDU/FDP-Landesregierung habe sich trotz Schülerprotesten bei den Haushaltsberatungen nicht davon abbringen lassen, die Zuschüsse zu kürzen. Die Schulleitung verwies auf die damit einhergehende "unbefriedigende Situation" bei oft schmalem Geldbeutel der Schülerinnen und Schüler. Peter Hofelich: "Wir bleiben hier als SPD am Ball und werden nicht locker lassen!" Gelegenheit bot sich auch zu einem Gedankenaustausch zu den neu einzurichtenden Werkrealschulen. Für die SPD, so Hofelich, sei ohnehin klar, dass die Einführung der Werkrealschulen eine Ablenkung vom Scheitern des starren dreigliedrigen Schulsystems ist. pm
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