Neue Württembergische Zeitung
Göppingen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich kritisiert die massiven Einschnitte beim Sprachförderprogramm "Sag mal was".
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Göppingen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich kritisiert die massiven Einschnitte beim Sprachförderprogramm "Sag mal was".
Der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich übt Kritik an den seiner Meinung nach "massiven Einschnitten am Sprachförderprogramm des Landes. Danach fördere das Land im Rahmen des Programms im laufenden Kindergartenjahr 30 Prozent weniger Kinder als ein Jahr zuvor. "Die Landesregierung setzt damit die Bildungschancen der Mädchen und Jungen in unverantwortlicher Weise aufs Spiel", so Peter Hofelich. Und: "Jetzt wird deutlich, dass die Landesregierung die frühkindliche Förderung entgegen ihren Ankündigungen weiter erheblich vernachlässigt." Dies zeige einmal mehr, dass sich die Landesregierung in der Bildungspolitik stark auf eine bloße Verkaufs- und Verkündigungsstrategie konzentriere, während sie die wirklichen Probleme meist unangetastet lasse.
Den Angaben der Landesregierung zufolge werden im Kindergartenjahr 2010 landesweit rund 8100 Kinder über das "Sag mal was"-Programm der Landesstiftung gefördert. Im Jahr zuvor waren es noch mehr als 11500 Kinder. Damit profitieren derzeit rund 3400 Kinder oder 29,6 Prozent weniger von der staatlichen Unterstützung. Für Peter Hofelich bewahrheitet sich mit diesem Ergebnis die Befürchtung, dass die verschärften Förderrichtlinien der Landesregierung zum aktuellen Kindergartenjahr zu Lasten der individuellen Sprachförderung gingen.
Er sieht dafür vor allem drei Ursachen: Die Landesregierung habe die Altersgrenze von vier auf fünf Jahre heraufgesetzt. Eine Förderung erfolgt nur, wenn in der Kita mehr als drei Kinder Bedarf hätten. Und führt die Antragsstellung beim "Sag mal was"-Programm sei nur noch das Sprachstandsverfahren SETK 3-5 (SprachEntwicklungsTest für drei- bis fünfjährige Kinder) zulässig. Die Landesregierung schaffe es allerdings nicht, dieses Verfahren landesweit umzusetzen.
Für Peter Hofelich zeigt dies ein kaum zu fassendes Ergebnis der Regierungspolitik. "Während Ministerpräsident und Kultusministerin ständig die Bedeutung der Sprachförderung betonen, sorgen sie in Wirklichkeit selbst dafür, dass diese Unterstützung zurückgeht. Hier ist ein Beschluss im Kabinett gefasst worden, der in Wirklichkeit nicht umsetzbar war." pm
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