Hofelich fordert "Master-Plan" für die Fils

Veröffentlicht am 03.11.2008 in MdB und MdL

Umweltverbände und SPD-Politiker im Landkreis begrüßen Initiative zur Neugestaltung

Neue Württembergische Zeitung

Ein "Landschaftspark Fils" findet unter Umweltverbänden und Kommunalpolitikern im Landkreis Anklang. Das ist das Ergebnis eines kleinen "Fils-Gipfels" von Regionalvizepräsident Peter Hofelich

Kreis Göppingen. Die bessere Herausbildung des Landschaftselementes Fluss durch attraktive Zugänge, einen durchgängigen Gehweg und Radweg, die Präsentation von Industriedenkmalen, auch ökologische Rückzugsbereiche könnten Teile eines Fils-Konzeptes sein. Peter Hofelich: "Es gibt bereits beachtliches Einzel-Engagement. Jetzt ist eine Gesamtkonzeption notwendig." Göppingens OB Guido Till signalisierte, dass die Stadt Göppingen den Willen hat, sich an einem solchen Konzept zu beteiligen. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes Region Stuttgart und hiesigem Regionalrat der SPD war es wichtig, dass die Idee vom Landschaftspark auch im Kreis Göppingen ins Konkrete kommt. Deshalb hatte er Manfred Meister, den verantwortlichen Projektleiter beim Verband Region Stuttgart zu einem Einführungsvortrag nach Eislingen geladen. Im Kreis Göppingen sei klar, dass ein Landschaftspark Albtrauf ganz andere Ziele habe - etwa sanften Tourismus - wie ein Landschaftspark Fils. Dieser müsse im alt industrialisierten Filstal Eingriffe vergangener Jahrzehnte erst reparieren und sich dann auf die Naherholung für die Menschen des Raumes konzentrieren. Die Idee, dass jetzt für ein solches Konzept eng im Filstal zusammen gearbeitet wird, fand großen Anklang unter den anwesenden Umweltverbänden und den sozialdemokratischen Kommunalpolitikern. "Eine Bündelung der Einzel-Initiativen" sieht der Umweltsprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Arnulf Wein, als dringende Aufgabe.

Gemeinderat Albrecht Klenk aus Reichenbach/Fils wies darauf hin, dass aus dem Landkreis Esslingen auf jeden Fall Plochingen und Reichenbach zu beteiligen wären. Dass die Städte und Gemeinden entlang der Fils gerne kooperieren würden, unterstrichen die Fraktionschefs Peter Ritz ( Eislingen ) und Werner Lorenz ( Uhingen ). Vertreter des LNV, des ADFC und des Schwäbischen Albvereins signalisierten, dass ihre Natur- und Umweltverbände konkrete Beiträge leisten können, aber auch klare Erwartungen haben. In den Städten gibt es bereits Einzelinitiativen, wie die Filsterrassen in Eislingen, die Viehweide in Ebersbach, oder starke emotionale Bindungen an den Fluss, wie in Faurndau mit seinen Stegen.

Die 20 Teilnehmer einigten sich auf einen kleinen Aktionsplan, den alle in ihrem Verantwortungsbereich jetzt verfolgen wollen. Die Region als primärer Ansprechpartner wird gebeten, für die Jahre ab 2009 ein Landschaftsarchitektur-Büro - in Abstimmung mit Kommunen und Umweltverbänden - mit einem so genannten Master-Plan zu beauftragen. Die Stadt Göppingen sei für Führung und Koordination der lokalen Aktivitäten prädestiniert. Land und Landkreis sollen ihren Verpflichtungen für den Wasserlauf Fils gerecht werden. Umweltverbände und Gemeinderäte seien einzubeziehen. Die in einem Landschaftspark anzusprechenden Themen seien zudem bald in einer Filstal-Konferenz zu bearbeiten.

 

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