Der Bund darf die SCHLECKER-Beschäftigten nicht in Stich lassen

Veröffentlicht am 15.03.2012 in Landespolitik

Sascha Binder fordert die schnelle Einrichtung einer Transfergesellschaft für die SCHLECKER-Mitarbeiter

„Wenn schon die Schließung von Schlecker-Filialen nicht verhindert werden kann, so muss zumindest alles dafür getan werden, damit die Folgen des Arbeitsplatzabbaus durch eine Transfergesellschaft abgemildert werden.“, fordert der Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Sascha Binder.

Von der Schließung von Schlecker-Filialen sind im Land 269 Filialen betroffen und rund 1000 Arbeitsplätze. Insbesondere Arbeitsplätze von Frauen sind dadurch gefährdet und auch viele Arbeitsplätze im ländlichen Raum werden in Folge der Insolvenz wegfallen. Auch im Landkreis Göppingen sind davon die Arbeitsplätze in 8 Filialen betroffen. Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat eine Task-Force Unternehmensbetreuung eingerichtet und wird unter Federführung des Wirtschaftsministeriums alles tun, um die Arbeit des Insolvenzverwalters konstruktiv zu begleiten. Vorrangiges Ziel ist das wirtschafts- und sozialpolitisch sinnvolle Instrument der Transfergesellschaft auf den Weg zu bringen. Damit soll sichergestellt werden, dass die von den Entlassungen betroffenen Mitarbeiter schnell eine neue Perspektive bekommen.

Am einfachsten und schnellsten ist dies mittels eines Übergangsdarlehens der bundeseigenen KfW Bankengruppe zu realisieren. Aus diesem Grund haben sich am 8. März Wirtschaftsminister Nils Schmid und Sozialministerin Katrin Altpeter mit einem Brief an den Bundeswirtschaftsminister Dr. Rösler gewandt haben, um dieses schon beantragte Darlehen zu unterstützen. Nur einen Tag später teilte das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung mit, dass ein Darlehen abgelehnt wird. Die von der SPD beantragte Landtagsdebatte am vergangenen Mittwoch zum Thema Schlecker hat dann gezeigt, dass außerhalb der grün-roten Landesregierung kein akuter Handlungsbedarf zu Gunsten der Schlecker-Mitarbeiter gesehen wird. "Das die FDP kein Interesse hat, Beschäftigte in Not auch durch staatliche Maßnahmen zu unterstützen, war ja nichts Neues. Dass aber auch die CDU auf Bundes- wie Landesebene sich querstellt, den Beschäftigten zu helfen, hatte ich nicht erwartet", führt Binder aus.

Noch besteht für die Bundesregierung die Chance einzulenken und diese unnötige Hängepartie für die betroffenen Schlecker-Beschäftigten zu beenden. Insbesondere Bundesarbeitsministerin von der Leyen ist nun in der Pflicht, sich so rasch wie möglich erneut in den Fall Schlecker einzuschalten und entsprechend beim Bundeswirtschaftsministerium zu intervenieren.

 

Homepage SPD-Kreisverband Göppingen

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de