Nils Schmid: "In der Debatte zur Regierungserklärung gab es noch sanfte Signale, dass Mappus sogar zum CSD hingehen will. Jetzt versinkt er doch wieder in seinem altbackenen Gesellschaftsbild"
Nils Schmid: "In der Debatte zur Regierungserklärung gab es noch sanfte Signale, dass Mappus sogar zum CSD hingehen will. Jetzt versinkt er doch wieder in seinem altbackenen Gesellschaftsbild"
"Einfach nur beschämend" findet SPD-Fraktionsvize und SPD-Landeschef Nils Schmid die Weigerung von Ministerpräsident Mappus, für das Programmheft der diesjährigen Stuttgarter Schwulen- und Lesben-Parade Christopher Street Day (CSD) ein Grußwort beizusteuern. "In der Debatte zur Regierungserklärung gab es noch sanfte Signale, dass Mappus sogar zum CSD selbst hingehen will. Jetzt versinkt er doch wieder in seinem altbackenen Gesellschaftsbild", sagte der designierte SPD-Spitzenkandidat. "Es ist ein Graus mit Mappus: Er weiß nicht, was er will, und entscheidet sich am Ende einfach fürs Ignorieren der Lebenswirklichkeit von Menschen", so Schmid weiter.
Schmid hatte dem frisch gekürten Regierungschef in der Aussprache des Landtags zu dessen Regierungserklärung angeboten, gemeinsam den CSD zu besuchen. Mit seiner Erwiderung hatte Mappus damals die Lacher im Hohen Hause noch auf seiner Seite. Wörtlich sagte er am 10. März 2010 laut Sitzungsprotokoll:
"Über das Angebot, zum CSD zu gehen, denke ich einmal nach, wobei ich, Herr Schmid, in einem Punkt um Verständnis bitte: Wenn ich dahin gehen würde, würde ich mit dem Kollegen Schmiedel hingehen, weil ich wenigstens noch Relikte von Temperament der SPD an der Seite haben wollte."
Schmid erneuerte heute sein Angebot an Mappus, auf dem CSD Seite an Seite aufzutreten. "Wenn es dem Ministerpräsidenten hilft, über seinen Schatten zu springen, hätte ich auch keinerlei Problem, meinem Fraktionschef Schmiedel den Vortritt als Partner zu lassen", so Schmids Lockruf an Mappus.
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