Zweites Zukunftsforum von MdL Peter Hofelich:„Gute Allgemeinbildung immer wichtiger für berufliche Qualifikation!“

Veröffentlicht am 14.10.2010 in Landespolitik

Peter Hofelich (rechts) beim 2. Zukunftsforum im Gespräch mit Dr. Wolfgang Rapp. FOTO: SPD

„Unser Landkreis muss sich durch hervorragende Ausbildung und Weiterbildung positiv differenzieren!“, gab MdL Peter Hofelich das Motto beim zweiten Forum ‚Zukunft Landkreis Göppingen‘ aus. Dr. Wolfgang Rapp, Mitglied in der Enquete-Kommission Weiterbildung des Landtages, nahm den Ball auf: „Es ist ein Gewinn, dass durch die Enquete jetzt endlich mehr über Erwachsenenbildung gesprochen wird“.

Im Göppinger VHS-Haus fand das zweite Forum in der Reihe ‚Zukunft Kreis Göppingen‘ statt, zu welcher der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich Fachleute und interessierte Bürger einlädt und mit der er „an den Schnittstellen zwischen Landespolitik und lokalen Notwendigkeiten“ Lösungen für einen künftig im Lande wieder gesellschaftlich und wirtschaftlich führenden Kreis sucht. Sehr erfreulich, dass VHS-Leiter aus dem ganzen Kreis, sowie die kirchlichen Weiterbildungsträger der Einladung zahlreich folgten. Darunter auch Göppingens Erster Bürgermeister Jürgen Lämmle: „Ich wünsche mir, dass es sowohl in der Weiterbildung wie auch in Schulen künftig mehr Zielvereinbarungen gibt, bei denen die Lernenden von Anfang an wissen, was sie erreichen sollen. Bisher wissen das nämlich meist nur die Lehrer“, warf er einen Stein ins Wasser. Dr. Wolfgang Rapp bestätigte den pädagogischen Stellenwert dieses Aspektes, verwies aber darauf, dass die Kommission sich mit didaktisch- methodischen Fragen der Erwachsenenbildung nicht befasst habe. De Kommission, deren Abschlussbericht hoffentlich noch in diesem Jahr erscheine, habe sich auch mehr auf Berufliche Bildung konzentriert. Gerade in der allgemeinen Erwachsenenbildung, so der Göppinger VHS-Leiter Merkle, liege aber enormes Potential für künftige Qualifikation. „Die Allgemeinbildung vieler, meist junger Menschen ist der Engpass für ein gutes berufliches Fortkommen!“ Walter Freytag von der katholischen Erwachsenenbildung sah dies ähnlich: „Bildung ist mehr als Wissen!“

Besonders im Mittelpunkt des Gespräches stand natürlich die Integration: „Nach dem Zertifikat kommt das Loch. Keine deutschen Freunde, keine Arbeitsplätze“, laute oft das Fazit für Migranten nach durchaus gut verlaufenen Ausbildungen, legte Franz Nuber, Leiter der VHS Geislingen, den Finger in die Wunde. Oft frage man sich ‚für wen machen wir das?‘. ‚Aufsuchende Erwachsenenbildung‘ sei deshalb wichtig, aber eben auch personalintensiv. Es müsse insbesondere gelingen, ein „Firmennetz“ im Kreis aufzubauen, bei dem die jungen Leute dann Anschluss finden. Die Runde war sich im Blick auf die Eltern auch einig, dass das Programm ‚Stärke‘ des Landes weiter geführt und für Wiederholungsförderung geöffnet werden müsse. Ganz wichtig für die Erwachsenenbildner im Kreis ist es jedoch, dass die institutionelle Grundförderung des Landes ausgebaut und die „Kürzungsgeschichte“, so Dr. Rapp, beendet wird. Die Landeszuschüsse betragen derzeit in Baden-Württemberg 6 Prozent der Kosten, während im Bundesdurchschnitt Volkshochschulen mit 14 Prozent bezuschusst werden. Projektförderung, die meist hohen Beantragungsaufwand verursache und kleine Volkshochschulen überfordere, könne und solle nur ergänzend wirken.

In der äußerst regen Gesprächsrunde des ‚Zukunftsforum Weiterbildung‘ zeigte sich, dass die Erwachsenenbildung im Kreise noch viel mehr leisten kann und will. Peter Hofelich: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir gerade bei besserer Allgemeinbil-dung als wesentliche Voraussetzung für berufliche Chancen, im Kreis voran gehen. Für ein solches ‚Modell‘ werde ich landespolitisch gerne werben!“

 

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