Wertschätzung für Familien

Veröffentlicht am 14.12.2010 in Landespolitik

Geislinger Zeitung

Kreis Göppingen. "Unser Landkreis muss bei der Familienfreundlichkeit führend sein." Das forderte der SPD- Abgeordnete Peter Hofelich bei einem Zukunftsforum.

"Wichtig ist eine Kultur der Wertschätzung." So brachte es die Vorsitzende des Hauses der Familie, Ilse Birzele, beim jüngsten Zukunftsforum des SPD-Landtagsabgeordneten Peter Hofelich auf den Punkt. "Zukunft der Familien im Landkreis" hatte Hofelich sein viertes Forum genannt. Eine hochkarätige Runde diskutierte im Göppinger Haus der Familie über Weichenstellungen.

"Mir ist es wichtig, in einem Landkreis, dessen Altersdurchschnitt zwischenzeitlich deutlich über dem des Landes liegt, herauszufinden, was wir tun müssen, um junge Familien anzuziehen und gute oder bessere Bedingungen für die hier lebenden Familien zu schaffen", so formulierte Hofelich die Fragestellung.

Ilse Birzele gab für ihre nunmehr schon 52 Jahre bestehende Einrichtung erste Fingerzeige. Prävention und Integration, Vernetzung und Kooperation prägten die hohe Zahl an Angeboten. Ihre Forderung: Der hohe Aufwand, um an Projektfördergelder zur Finanzierung laufender Ausgaben zu kommen, müsse reduziert werden. Frieder Kauderer vom Diakonischen Werk hieb in die- selbe Kerbe.

Katrin Altpeter, Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, betonte: "Baden-Württemberg ist bei der Geburtenrate europaweit eines der Schlusslichter." Aus einer Studie der Landesregierung folgerte sie, man müsse Menschen mit Migrationshintergrund mehr qualifizieren. Integration müsse dort beginnen, "wo die Leute am ehesten zu erreichen sind, nämlich früh in der Erziehung und niedrigschwellig". Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht sie bald die Vereinbarkeit "mit der Pflege" hinzutreten.

Alexander Sparhuber, Sprecher der Liga der freien Wohlfahrtsverbände und Kreisgeschäftsführer des DRK, erinnerte an den Demografietag des Landkreises: Gute Familienpolitik sei dringend geboten. Das Netz an Angeboten sei dicht, nötig seien zum Beispiel mehr Sprachförderung und erschwingliche warme Mittagessen an allen Schulen.

Familien als "Kitt unserer Gesellschaft" zu stärken und nachbarschaftliche Netzwerke junger Familien zu stärken, ist für Ulrike Haas von der Stadt Göppingen wichtig.

 

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