Verkehrsverbund ein erster Schritt

Veröffentlicht am 27.05.2010 in Kreistagsfraktion

Neue Württembergische Zeitung

Eislingen. "Es war allerhöchste Eisenbahn." Mit diesen Worten begrüßte Kreisrat Arnulf Wein beim Roten Treff der SPD den Verkehrsverbund für den Kreis.

Arnulf Wein, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, zeigte sich laut einer Pressemitteilung der SPD zuversichtlich, dass mit der Gründung des Verkehrsverbundes zum 1. Januar 2011 der erste wichtige Schritt in Richtung Integration in den Stuttgarter Verkehrsverbund (VVS) gemacht wird und sich darauf weitere Entwicklungen aufbauen lassen.

"Der Kreis Göppingen ist bisher noch der einzige Landkreis in Baden-Württemberg, der keinem Verkehrsverbund angeschlossen ist", erläuterte Wein die Situation und das Prinzip "Ein Netz - ein Fahrplan - ein Ticket". Es sei jetzt an der Zeit, positiv und konstruktiv zu agieren, er setze dabei auf die Gestaltungskraft des Landrats und fortschrittlicher Verkehrspolitiker.

Die vor geraumer Zeit vorgelegte Machbarkeitsstudie zur S-Bahn-Verlängerung in den Kreis Göppingen habe gezeigt, dass die bisherigen großen Vorbehalte, insbesondere bezüglich vermeintlicher Unfinanzierbarkeit, widerlegt worden sind. Zukunftsweisend sei die von seiner Fraktion angestrebte Teilintegration in den VVS. Der SPD-Kreisrat machte deutlich, dass insbesondere jüngere Familien ihre Standortentscheidung auch danach ausrichteten, ob die Verkehrsinfrastruktur attraktiv sei. Es müsse doch nachdenklich machen, wenn Göppingen als einzige Kreisstadt in der Region und darüber hinaus keinen S-Bahn-Anschluss habe. "Da muss man vernünftigerweise Geld in die Hand nehmen, zum Nulltarif bekommen wir dieses Leuchtturmprojekt nicht", sagte Wein. "Der Stauferkreis muss aus seinem Verkehrsschatten zeitnah herausgeführt werden. Wir müssen das wirtschaftlich gebotene und umweltverträgliche Verkehrsprojekt Regionaler ÖNPV-Verbund und S-Bahn-Anschluss" jetzt mit ehrgeizigen Zeitzielen auf zukunftsweisende Gleise stellen", forderte der Sozialdemokrat. Nach seiner Einschätzung halten sich die Investitionen in einem vertretbaren Kostenrahmen.

Zunächst seien nun die Bewertungen für eine Angebotskonzeption 2020 abzuwarten, die von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg in Auftrag gegeben wurden. Wein hofft, dass es nicht bei der Gründung des Verkehrsverbundes für den Kreis bleibt, sondern 2011/2012 die nächsten Schritte hin zu einer Teilintegration in den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) getan werden können.

 

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