"Umfrage kommt gut an"

Veröffentlicht am 04.06.2009 in Arbeitsgemeinschaften

"Politiker sollten genau hinhören."

Ausbau von Nahverkehr und Freizeitangeboten gewünscht

Die im April gestartete Umfrage-Aktion der Jusos ist pünktlich zur Kommunalwahl beendet. Dabei wurden mehrere Hundert Jugendliche im gesamten Kreisgebiet befragt.

JAN PETTER

KREIS GÖPPINGEN. In der Göppinger Innenstadt beendeten die Jusos im Kreis Göppingen am vergangenen Samstag einen regelrechten Umfrage-Marathon. "Wir wollten so viele junge Menschen wie möglich erreichen und zu ihren Anliegen befragen.", so der Kreisvorsitzende Tim Zajontz. Vorangegangen war die Befragung mehrerer Hundert Jugendlicher in den Ortschaften entlang der Filstalachse. Dabei fragte der SPD-Nachwuchs nicht nur nach dem Interesse an aktuellen Lokalthemen, sondern auch nach der persönlichen Einschätzung unterschiedlicher Themen wie Rechtsextremismus, Jugendgewalt oder Freizeitangeboten gefragt.

Die Auswertung der Fragebögen zeige eine übergroße Unzufriedenheit der Jugendlichen mit dem Nahverkehr, berichtet die stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende Annegret Weit. „Geklagt wird vor allem über zu wenige Nachtbusse und ein mangelndes Verbindungsangebot an Wochenenden bei verhältnismäßig hohen Preisen.“, so Weit. Ein Großteil der Befragten gibt an, einmal oder häufiger mit dem offenen Auftreten rechtsradikaler Gruppen im Kreis GP konfrontiert gewesen zu sein. Auf die Frage, wie gegen diesen Zustand anzukämpfen sei, sprachen sich zahlreiche Jugendliche in erster Linie für konsequentere Aufklärung und mehr Zivilcourage aus. Jugendhäuser im Kreis Göppingen werden derzeit von jungen Menschen wenig genutzt. Gründe sind laut Angaben der Befragten einerseits Unkenntnis über die Angebote der Einrichtungen, vor allem aber deren wenig zeitgemäße Ausstattung und ungünstige Öffnungszeiten.

Um wirklich verwertbare und ehrliche Resultate zu erhalten, setzten die Jusos einheitliche und anonyme Umfragebögen ein. Zajontz zeigte sich zuversichtlich, dass die Ergebnisse etwas bewirken können: "Wenn mehrere Hundert junge Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet ihre Meinung kundtun, sollten die Politiker genau hinhören.", so der Kreisvorsitzende. Die Ergebnisse wollen die Jusos auch in der SPD diskutieren.

 

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