Übergangsquoten nach der Grundschule: Gemeinschaftsschulen legen zu

Veröffentlicht am 25.01.2016 in Landespolitik

Im vorigen Schuljahr wechselten 13,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler auf eine Gemeinschaftsschule, im Vorjahr waren es 10,3 Prozent.

Bei den Werkreal-/Hauptschulen setzte sich der seit Jahrzehnten bestehende rückläufige Trend fort: Die aktuelle Übergangsquote liegt bei 7,2 Prozent im Vergleich zu 9,3 Prozent im Vorjahr.

Bei den Realschulen sank die Übergangsquote um 0,9 Prozentpunkte auf 33,8 Prozent. Auch an den Gymnasien sank der Anteil weiter ab und ging um 0,5 Prozentpunkte auf 43,4 Prozent zurück.

„Die Behauptung, dass die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung zu einem unkontrollierbaren Run auf die Gymnasien führen würde, wurde damit zum wiederholten Mal widerlegt“, so Kultusminister Stoch.

Vielmehr würden die Zahlen belegen, dass der Ausbau attraktiver Alternativen für den Weg zum Abitur zu einer zahlenmäßigen Entlastung an den Gymnasien führt.

An den Realschulen ist die Heterogenität der Schülerschaft weiterhin groß. Aktuell sind von den Schülern mit einer Empfehlung für die Realschule ca. zwei Drittel auf diese Schulart übergegangen (2015/16: 66,7 Prozent / Vorjahr: 69,6 Prozent).

Demgegenüber hatten nur etwas mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr an eine Realschule gewechselt sind, auch eine Realschulempfehlung (2015/16: 55,4 Prozent, Vorjahr: 55,7 Prozent). Rund ein Fünftel der Schüler kam mit einer Empfehlung für das Gymnasium an die Realschule (Aktuell: 20,6 Prozent, Vorjahr: 20,7 Prozent); 24,0 Prozent hatten eine Empfehlung für die Werkreal-/Hauptschule (Vorjahr 23,5 Prozent).

„Hier zeigt sich, dass die konzeptionelle Weiterentwicklung der Realschulen richtig und dringend notwendig gewesen war und die zusätzliche Ausstattung zum Umgang mit der Heterogenität gut investiertes Geld ist“, so der Kultusminister.

Von den Schülerinnen und Schülern mit einer Grundschulempfehlung für das Gymnasium gingen 2,9 Prozent an eine Gemeinschaftsschule über. Im Vorjahr waren es noch 2,0 Prozent. Bezogen auf die Übergänge auf Gemeinschaftsschulen insgesamt nahm der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Gymnasialempfehlung weiter zu. Aktuell liegt er bei 10,1 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent).

Von den Schülerinnen und Schülern mit einer Realschulempfehlung stieg der Anteil der Übergänge auf Gemeinschaftsschulen ebenfalls an, von 9,8 Prozent im Vorjahr auf aktuell 13,1 Prozent. Bezogen auf die Übergänge auf Gemeinschaftsschulen insgesamt stieg der Anteil der Kinder mit Realschulempfehlung ebenfalls weiter an - von 26,3 Prozent im Vorjahr auf aktuell 27,6 Prozent.

Der Anteil von Schülern mit Empfehlung für den Besuch einer Werkreal-/Hauptschule an Gemeinschaftsschulen ging dagegen insgesamt von 64,5 Prozent im Vorjahr auf 62,3 Prozent in diesem Schuljahr zurück.

„Diese Entwicklung ist ein positives Signal und zeigt, dass die Gemeinschaftsschule auch für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler eine attraktive Option darstellt“, erklärte Kultusminister Andreas Stoch.

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de