Trauer um Antje Grebner

Veröffentlicht am 02.09.2009 in Kreisverband

Hat den Kampf gegen ihre schwere Krankheit verloren: Antje Grebner. FOTO: SPD

Die engagierte Göppinger SPD-Stadträtin starb im Alter von 52 Jahren

Die SPD-Stadträtin und ehemalige Fraktionschefin Antje Grebner ist am Montag im Alter von 52 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Die Trauer unter Parteifreunden und politischen Weggefährten ist groß.

JOA SCHMID, Neue Württembergische Zeitung

Göppingen. Bis zuletzt hat sich die engagierte SPD-Stadträtin von ihrer Krankheit nicht unterkriegen lassen, jetzt hat sie ihren wichtigsten Kampf doch noch verloren. Antje Grebner ist am Montag im Alter von 52 Jahren gestorben. Die Trauer unter Parteifreunden und politischen Weggefährten ist groß. Den Göppinger Oberbürgermeister Guido Till erreichte die Nachricht vom Tod der so vielseitig interessierten Sozialdemokratin im Urlaub. "Wir haben mit ihr eine stets kompromissbereite, engagierte Stadträtin verloren. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie", sagte der Rathauschef, der in der früheren SPD-Fraktionschefin oft eine überzeugte Mitstreiterin für seine politischen Anliegen hatte. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Grebner im April vergangenen Jahres den Fraktionsvorsitz der SPD im Göppinger Gemeinderat aufgegeben, den sie seit August 2004 innehatte. Ihr soziales und bürgerschaftliches Engagement nötigte auch dem politischen Gegner Respekt ab. Nach ihrem Studium der Germanistik und Publizistik in Mainz zog sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren damals zwei gemeinsamen Kindern nach Göppingen. Dort schrieb die Publizistin für die NWZ, vor allem über Kommunalpolitik. Einige Jahre betreute die Journalistin das NWZ-Wochenblatt, um dann Anfang der Neunziger die Seiten zu wechseln: Sie trat der SPD bei. Seit Dezember 1999 gehörte Antje Grebner dem Gemeinderat an. Sie war Mitglied im Verwaltungs- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Schulen und Sport, im Stiftungsrat der "Stiftung Schönhengster Archiv mit Heimatstube" und im Aufsichtsrat der Wohnbau GmbH sowie Stellvertreterin im Ausschuss für Umwelt und Technik und im VHS-Ausschuss. Von 1994 bis 2004 war sie stellvertretende Bezirksbeirätin in Jebenhausen. Als Vorsitzende des SPD-Ortsvereins fungierte sie von 1999 bis 2004. Von 2005 bis 2008 war sie als Hauptschöffin für das Schöffengericht Göppingen tätig. Sie war Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Göppingen und Mitglied im Forum für Integration. Für ihr Engagement für die Städtepartnerschaft wurde ihr 2005 in Klosterneuburg der Stadtring verliehen.

Antje Grebner hinterlässt Mann und vier erwachsene Kinder im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Bis zuletzt hat sie als Leiterin des Abgeordnetenbüros von Walter Riester gearbeitet. "Antje Grebner war ein großartiger, geradliniger und warmherziger Mensch", so OB Till. Neben den einzelnen Zielen habe die SPD-Politikerin stets das Gesamte im Blick gehabt. "Ihr war wichtig, den Konsens und den gemeinsamen Weg zu finden." Der Rathauschef zeigte sich vom Tod Antje Grebners persönlich tief betroffen, "denn zwischen uns war eine Freundschaft entstanden, die weit über das Politische hinausgereicht hat".

 

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