SPD-Kreistagsfraktion drängt auf S-Bahn: "Aus Bekenntnissen müssen jetzt Entscheidungen werden!"

Veröffentlicht am 15.12.2011 in Kreistagsfraktion

"Es ist höchste Eisenbahn, daß unser Landkreis jetzt sein Schicksal in die Hand nimmt und zeitig im nächsten Jahr S-Bahn-Anschluss und VVS-Teilintegration auf die Schiene setzt", so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Peter Feige. "Aus den immer zahlreicher werdenden Bekenntnissen müssen jetzt Entscheidungen werden!"

Die SPD ist die frühe und entschiedene Verfechterin eines zusätzlichen S-Bahnangebots für das Filstal und eines im Landkreis für die ganze Region geltenden Schienen-Tickets. Die Sozialdemokraten sehen mit Genugtuung, dass sich der Wind im Kreis dafür gedreht hat. Kammern und Gewerkschaften, Gemeinderatsfraktionen und Regionalräte, Naturschützer und Verkehrsverbände sind dafür. Es sei auch sehr erfreulich, daß Landrat Wolff Flagge zeige. Die SPD-Kreistagsfraktion hat diesen Pro-Trend bei den Haushaltsberatungen erneut in einem Antrag aufgenommen, in welchem sie das ja des Kreistags zu VVS-Teilintegration und S-Bahnanschluss einfordert. Kreisrat Benjamin Christian: "Die Entscheidung fällt nämlich im Kreistag. Hier können wir uns ein weiteres Hinausziehen der Schlüssel-Entscheidung für einen künftig wieder stärkeren Standort nicht mehr leisten. Insbesondere die Kreistags-CDU sollte dem Beispiel der Göppinger CDU-Stadtratsfraktion folgen und sich endlich ohne wenn und aber zur S-Bahn bekennen!"

Kreisrat und MdL Peter Hofelich wies auf das enger werdende Zeitfenster hin: "Das Land braucht bald eine klare Aussage, ob wir eine Teilintegration in den VVS wollen. Das Land empfiehlt dies, denn ein so kleiner Verkehrsverbund, wie Filsland, kann auf Dauer nicht die Zukunft sein. Die Region Stuttgart wartet, dass wir ihr Angebot einer S-Bahn-Verlängerung ins Filstal -- bis zur Fertigstellung der Schnellbahntrasse zunächst als Vorlaufbetrieb -- annehmen. Je länger wir zögern, umso mehr drängen andere S-Bahn-Verlängerungen, wie nach Calw oder Neuhausen, vielleicht sogar Schwäbisch Gmünd, auf raschere Realisierung". Es gehe, so Hofelich, schon lange nicht mehr nur um den sowieso klaren verkehrlichen Nutzen. "Es geht um die Erkenntnis, daß der Kreis Göppingen sein Heil nicht in Abschottung oder Selbstgenügsamkeit sucht, sondern in Öffnung und Wachstum. Und es geht darum, dass die Stadt Göppingen über Jahrzehnte geschwundene Zentralität wieder zurück erobert. Dafür brauchen wir aber politischen Willen!".

 

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