SPD-Kreistagsfraktion auf Besichtigungsfahrt: „Mehr erschwingliche Wohnungen sind im Landkreis erforderlich"

Veröffentlicht am 08.08.2024 in Kreistagsfraktion

„Eine gute Versorgung mit erschwinglichem Wohnraum, ob in Miete oder Eigentum, ist eine der kommunalen Schlüsselaufgaben der kommenden Jahre im Landkreis. Wir setzen dabei auch auf Investitionen im gemeinnützigen Wohnungsbau!“ Damit markierte Kreisrat Rainer Kruschina eines der großen Anliegen der SPD-Kreistagsfraktion in der nun beginnenden Wahlperiode des Kreistags. „Mehr Wohnungen sind erforderlich für die Arbeitskräftegewinnung , aber auch für den sozialen Frieden“, begründet Kreisrätin Hilde Huber. Die Kreistags-SPD ist zur aktuellen Diskussion klar: „Wir brauchen sicher Bürokratieabbau in Bund und Land. Wir brauchen aber auch bescheidenere Renditeerwartungen!“

Anlass für das Statement der SPD-Fraktion war die Abschlussfahrt der SPD-Kreistagsfraktion. Die führte nach Esslingen. Zunächst als Ausflugsziel dem Stadtbild, der Historie und der Gastronomie wegen. Aber eben auch, um von guten Projekten in der Stadt zu lernen. Caroline Fischer von der Esslinger Wohnungsbau GmbH führte kundig durch das Quartier ‚Flandernhöhe‘. Sie erläuterte, dass bis 2035 dort rund 490 Wohnungen entstehen sollen. Die Quartiersentwicklung ist ein IBA 27-Projekt und hat zum Hauptziel, ein sozial durchmischtes Stadtquartier für verschiedene Nutzergruppen in einer architektonisch qualifizierten Dichte zu verschaffen. Zwei bestehende Innenhöfe wandeln sich etwa in ein grosses IBA-Gartenfeld. Zentrale Gemeinschaftseinrichtungen existieren, die als Quartierstreff vom Rudolf Sophien-Stift betreut werden. Die Besucher um die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Widmaier zeigten sich beeindruckt, daß Grün in der dichten Bebauung früh schon entstanden ist.

Kleinere Grundrisse der Wohnungen und geringere Gemeinschaftsflächen sorgen für eine effiziente Raumnutzung. Freilich bleiben die Gestehungspreise in der immer noch gegenwärtigen Preiserhitzung  besonders in den Ausbaugewerken hoch. Umso wichtiger ist ein gemeinnütziger Träger, der Mieten abfedern kann. Und interessant ist auch die Renaissance von Mitarbeiter-Wohnungen, die von grösseren Betrieben gebucht werden. Die scheidenden Kreisräte Dieter Nemec und Peter Ritz waren sich einig: „Wir brauchen künftig viele gute Ideen und Initiativen von den kommunalen Wohnbaugesellschaften und den Städten und Gemeinden im Landkreis Göppingen ! Gerade auch Wohnen ist Daseinsvorsorge !“

 

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