SPD Baden-Württemberg trauert um Harald B. Schäfer

Veröffentlicht am 23.01.2013 in Aus dem Parteileben

Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hat den Tod des früheren Umweltministers Harald B. Schäfer mit großer Bestürzung und Trauer aufgenommen. „Wir verlieren einen hoch engagierten und kompetenten Sozialdemokraten, der bei allem notwendigen Streit um die Sache immer auch außergewöhnlich ausgleichend gewirkt hat. Sein Humor, seine Warmherzigkeit und sein Optimismus werden uns sehr, sehr fehlen“, sagte Schmid.

Harald B. Schäfer sei ein leidenschaftlicher Politiker gewesen, „ein überzeugter Linker mit klaren Positionen“, der sich in parteiinternen Diskussionen gleichzeitig um Verständigung bemüht habe. Er sei „ein begeisterter und begeisternder Pionier der Umwelt- und Ökologiepolitik“ gewesen, der sich außerdem viele Jahre mit voller Energie dafür eingesetzt habe, die Organisationsstruktur der Landes-SPD zukunftsfest zu machen, erklärte der SPD-Landesvorsitzende.

Harald B. Schäfer, geboren 1938 in Waldbrunn, studierte Geschichte, Deutsch und politische Wissenschaften. Danach trat er als Studienrat in den Schuldienst ein und wurde später zum Oberstudienrat befördert. Seine politischen Aktivitäten begannen 1962 mit dem Eintritt in die SPD. 1971 war er ein Jahr Kreisvorsitzender der SPD Heidelberg und von 1973 bis 1977 Kreisvorsitzender der SPD Ortenau. Ab 1977 war er für fast 20 Jahre stellvertretender Landesvorsitzender der SPD Baden-Württemberg.

1972 zog er als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 1992 angehörte. Dort war er zunächst bis 1987 Mitglied im Innenausschuss und anschließend bis 1992 Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 1988 bis 94 war er stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion. Nach der Landtagswahl 1992 wurde Harald B. Schäfer bis 1996 Minister für Umwelt in der großen Koalition. Er verzichtete danach auf sein Landtagsmandat.

„Wir haben Harald B. Schäfer unglaublich viel zu verdanken und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Frau und seinen beiden Kindern“, so Nils Schmid.

 

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