Sommerschulen: Fit und motiviert ins neue Schuljahr starten

Veröffentlicht am 29.08.2014 in Landespolitik

Auch in diesen Sommerferien geht das Kultusministerium mit 36 Standorten von Sommerschulen an den Start. Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler werden an den Sommerschulen – meist in der letzten Sommerferienwoche – individuell unterstützt und gefördert. Die Sommerschulen bieten Jugendlichen, die eine zusätzliche Förderung wollen, ein Programm, das Lernen und Freizeit kombiniert, so dass sie fehlende Kenntnisse nacharbeiten, ihre sozialen Kompetenzen verbessern und Selbstbewusstsein gewinnen können.

„Mit den Sommerschulen ermöglichen wir Jugendlichen, in den Ferien Lernstoff aufzuholen. Sie gewinnen neue Freude am Lernen und können fit und motiviert ins neue Schuljahr starten“, sagte Kultusminister Andreas Stoch.

Intensive Förderung in Deutsch, Mathematik und Englisch

Die Sommerschulen werden wie im Vorjahr vom Kultusministerium durch Anrechnungsstunden für die Lehrkräfte und Sachmittel mit einer Gesamtsumme von rund 575.000 Euro gefördert. Sie richten sich auch in diesem Jahr überwiegend an Jugendliche, die in Deutsch, Mathematik oder Englisch Unterstützung benötigen.

Qualifizierte Lehrkräfte unterrichten die Jugendlichen in den Sommerschulen täglich in kleinen Gruppen zu verschiedenen Lerneinheiten. Neben dem Unterricht können die Schülerinnen und Schüler Angebote von außerschulischen Kooperationspartnern wahrnehmen, die ein breites Spektrum an Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Technik, Ökologie, Kultur, Musik oder Sport anbieten. Auf Grund der Vielzahl qualitativ hochwertiger Angebote von Verbänden, Vereinen und Institutionen konnte sowohl thematisch-konzeptionell als auch regional eine gute Auswahl getroffen werden.

Lernmotivation steigt enorm an

Die Sommerschulen werden durch die PH Ludwigsburg wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das pädagogische Konzept, das schulische und außerschulische Elemente verbindet, erweist sich als sehr erfolgreich. Die Evaluation ergab, dass die Lernmotivation bei den Schülerinnen und Schülern, die eine Sommerschule besuchen, enorm ansteigt und auf einem deutlich höheren Niveau bleibt. Die Lehrkräfte nehmen langfristig ein erhöhtes Interesse der Schüler am Unterricht wahr und stellen bei mehr als einem Drittel von ihnen eine langfristige Verbesserung der schulischen Leistungen fest. Auch die Schüler sowie die Eltern bewerten die Sommerschulen überaus positiv: 82 Prozent der Schüler sprechen von einem tollen Angebot, 97 Prozent der Eltern würden ihr Kind erneut anmelden.

Intensive Sprachförderung für Flüchtlingskinder

Die erhöhte Zahl von Bürgerkriegsflüchtlingen spiegelt sich zunehmend auch in der Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler wieder. So stammen etwa am Standort Pforzheim die Kinder aus zehn Nationen und 16 verschiedenen Schulen in Pforzheim und dem Enzkreis; irakische und syrische Kinder machen dort fast die Hälfte der 42 Teilnehmer aus. Diese Kinder erhalten die Möglichkeit, über vier Wochen lang ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Höhepunkt und Abschluss der Sommerschule Pforzheim unter der Trägerschaft des Vereins Goldader Bildung e. V. ist die Theateraufführung im Kupferdächle in Pforzheim am Samstag, 30. August 2014 um 16.30 Uhr.

Kultusminister zu Besuch in der Sommerschule Heidenheim

Minister Andreas Stoch wird sich am 12. September 2014 selbst ein Bild von der Sommerschule in Heidenheim machen und dort den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussurkunden überreichen. „Mit den Sommerschulen hat das Land ein Angebot entwickelt, das sich mit seiner besonderen Konzeption bewährt hat und weit über Baden-Württemberg hinaus Interesse und Anerkennung findet“, betonte der Minister.

Weitere Informationen zu den Sommerschulen gibt es unter sommerschulen-bw.de >>>

 

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