Schule im Dorf lassen

Veröffentlicht am 21.07.2009 in MdB und MdL

Hofelich kritisiert Politik der Landesregierung

Kreis Göppingen

"Die Schule soll im Dorf bleiben. Wir müssen die Eigenständigkeit möglichst
vieler Schulen in unserem Kreis anstreben. Das von der
CDU/FDP-Landesregierung betriebene Konzept der Werkrealschulen ist in
seiner Absicht, die Hauptschule zu stärken, fragwürdig und in seiner
Kommunikation in die Gemeinden und Schulen während der letzten Monate
durch Minister Rau eine Zumutung", sagt der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD).

Die CDU habe eingangs Pläne vorgelegt, welche eine dauerhafte
Zweizügigkeit einer Schule und eine Jahrgangsstärke von 35 Schülern in der
Gemeinde als hohe Hürde für die Werkrealschule neuen Typs aufbaute. Dies
habe dazu geführt, dass starke und leistungsfähige selbstständige
Gemeinden in unserem Kreis zu Überlegungen gedrängt wurden, ihre
eigenständige Hauptschule aufzugeben. Die Hauptschule als dann endgültige
Restschule sei in einem dann fast viergliedrigen Schulsystem weiter im
System geblieben. Unter dem politischen Druck sei Minister Rau dann
zurückgerudert. Es wurde eingeräumt, dass es keinen Zwang gebe, einen
Hauptschulstandort aufzugeben. Weiter wurde erklärt, dass der
Klassenteiler in den Hauptschulen bis 2011 auf 28 Schüler gesenkt werden
solle und man deshalb nicht mehr auf die Hürde der Jahrgangsstärke 35 so
festgelegt sei. "Vor diesem Hintergrund ist klar, dass Panik allein durch
die konfuse Vorgehensweise des Kultusministeriums gesät worden ist. Und es
ist klar, dass das Konzept der Werkrealschulen zusätzlich unter der
inkonsequenten Schulpolitik der Landesregierung leidet", so Hofelich.

 

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