Schlappe für die Landes-SPD

Veröffentlicht am 20.02.2009 in Wahlen

Leserbrief zu "Schlappe für Sascha Binder" vom 16. Februar:

Neue Württembergische Zeitung

Die Überschrift zum Artikel war falsch gewählt! Sie hätte heißen müssen: "Schlappe für die SPD Baden-Württemberg". Jetzt hat die SPD Baden-Württemberg für den Wahlkreis Göppingen endlich wieder einen jungen, klugen, sympathischen und vor allem einen talentierten Politiker und was macht die Partei? Sie schickt diejenigen ins Rennen, die von sich dermaßen überzeugt sind und meinen, unersetzlich zu sein.

Hat sich deshalb die SPD-Fraktion in Berlin so sehr für die Rente mit 67 eingesetzt, damit die verdienten Langzeitpolitiker ihre Bundestagsmandate bis ins hohe Alter ausüben dürfen? Aber das ist ja nichts Neues. Das Durchschnittsalter der SPD-Abgeordneten spiegelt das Durchschnittsalter der SPD-Mitgliedschaft wieder. Offensichtlich sind die Delegierten dem Vorschlag des SPD-Landesvorstandes bei der Reihung der Landesliste wieder einmal blind gefolgt. Dass sie mit ihrem so genannten treuen Handeln der baden-württembergischen-Landes SPD eine schwere Schlappe zugefügt haben, werden die gleichen Delegierten spätestens nach der Bundestagswahl bejammern, wenn das Wahlergebnis wieder nicht den Vorstellungen der Partei entspricht. Bei den vergangenen zwei Bundestagswahlen war der Wahlkreis Göppingen gut genug zum "Riestern". Gerade jetzt wäre es wichtig gewesen, den Wahlkreis Göppingen nach der Zurückhaltung der letzten Jahre mit einem aussichtsreichen Listenplatz zu belegen, zumal es mit Sascha Binder eine echte Alternative für den Kreis Göppingen gibt.

Helmut Fischer, Berlin

 

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