"Rausschmiss" von Minister Rau gefordert

Veröffentlicht am 31.05.2008 in Arbeitsgemeinschaften

Neue Württembergische Zeitung

Kreis Göppingen. Hemdsärmelig, authentisch, engagiert und mit Thesen, die das linke Herz begehrt - so heißt es in einer Pressemitteilung der SPD - referierte und diskutierte der Reutlinger Landtagsabgeordnete Rudolf Hausmann auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und des Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im Eislinger Eichenhof mit Genossen das Thema Ausbildung.

Der SPD-Arbeitsmarktexperte wies auf die Komplexität des Themas hin und bezog damit auch Position auf weiteren Politikfeldern. Der Vorsitzende der AfA, Klaus-Peter Grüner, hatte bereits in der Begrüßung darauf hingewiesen, dass "Ausbildung und Bildung sehr eng beieinander seien. Eine These, die sich schließlich durch den ganzen Abend zog. Vor allem Kultusminister Rau (CDU) geriet seitens der Gäste ins Visier. Sein "Rausschmiss" wurde gefordert.

Hausmann ist seit über 12 Jahren im Landtag von Baden-Württemberg und dort für die SPD für Arbeits- und Beschäftigungspolitik zuständig.

Statt der Auflistung von Zahlenkolonnen entwarf er einen konzeptionellen Rahmen, analysierte die Lage und plädierte für eine andere Politik im Lande. Er rief aber auch dazu auf, das Machbare im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zu verwirklichen.

Kritik übte der Referent aus Reutlingen auch daran, dass "die bestausgebildete Frauengeneration aus dem Arbeitsmarkt draußen sei und forderte ein breites Betreuungsangebot. "Wir müssen alles tun, um die Arbeitslosigkeit runter zu bekommen und die Ideologie aus den Köpfen kriegen". Bei der Vorsitzenden der AsF, Heide Kottmann, rannte er offene Türen ein. Sie bemängelte auch, dass viele Frauen noch immer an den Kochtöpfen versauerten und sprach sich für Anreize aus, damit auch Frauen Ingenieurberufe erlernen.

 

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