Die Beschwerden über zu viel Unterrichtsausfall an den Schulen im Kreis häufen sich. Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich hat nachgehakt.
Neue Württembergische Zeitung
Die Beschwerden über zu viel Unterrichtsausfall an den Schulen im Kreis häufen sich. Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich hat nachgehakt.
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Kreis Göppingen. Der Unterrichtsausfall an den Schulen ist für Eltern, Schüler und Lehrer im Kreis Göppingen immer wieder ein unerfreuliches Thema. "Wenn Schülergruppen im Landtag zu Gast sind, wenn Gespräche mit Lehrern und Gewerkschaften stattfinden, ist dies oft das Thema Nummer eins", weiß der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich zu berichten. Der Sozialdemokrat wollte es jetzt genau wissen und stellte eine so genannte "Kleine Anfrage" an die Landesregierung, um das exakte Ausmaß des Problems im Kreis Göppingen in Erfahrung zu bringen.
Doch eine aussagekräftige Antwort blieb die Regierung dem Parlamentarier schuldig. "Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Landesregierung hat sich einer konkreten Aussage zum Unterrichtsausfall an allgemein bildenden Schulen des Landkreises verweigert. Angeblich werden keine Statistiken auf Kreisebene darüber geführt", bedauert Hofelich in einer Pressemitteilung. Auf Landesebene sei das Bild dagegen klar. "Angesichts des drastischen Anstiegs des Unterrichtsausfalls kommt von der so genannten Qualitätsoffensive Bildung" bei den Schulen wenig an", kritisiert der SPD-Abgeordnete. Eine kürzlich vorgelegte Stichprobenerhebung vom November 2009 belege, dass sich die Lage im Vergleich zur letzten Erhebung ein Jahr davor deutlich verschlechtert habe, so Hofelich. Er findet es daher "großartig, dass es auch im Kreis Schulleitungen gibt, die sich dem Mangel durch ein eigenes Unterrichtsausfall-Management" in Eigenverantwortung entgegenstemmen". Das könne aber nicht die Perspektive sein, meint Hofelich und fordert die "oft unzugängliche Kultusbürokratie" auf, ein besseres Planungssystem zu entwickeln: "Die neue Ministerin muss rasch handeln."
Ein kleines Ergebnis brachte die Anfrage dann aber doch. Zumindest für die beruflichen Schulen im Kreis wurden konkrete Zahlen geliefert. Danach sei zum Schuljahr 2009/2010 ein Defizit von 2,7 Prozent der Sollstunden gemeldet worden. Vor allem in gewerblich-technischen Fächern und im Bereich Datenverarbeitung/Computertechnik gebe es Engpässe. Peter Hofelich: "Aus der Gesamtsicht wissen wir aber, dass das Problem größer ist. Man spricht landesweit von 12,5 Prozent des Unterrichts, der ausfällt oder nicht ordnungsgemäß gehalten werden kann."
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