PISA-Debatte im Bundestag – weitere Fortschritte nötig

Veröffentlicht am 21.01.2014 in Bundespolitik

„Man muss nicht jubeln, aber man darf sich über Fortschritte durchaus freuen,“ fasst Ernst-Dieter Rossmann, Obmann im Bildungsausschuss, die Ergebnisse der letzten PISA-Studie zusammen. Tatsächlich liegt Deutschland erstmals in allen Bereich des Schulleistungstests über dem Durchschnitt.

Mit durchschnittlich 514 Punkten in Mathematik lagen die deutschen Schüler sogar 20 Punkte über dem Schnitt der OECD-Länder und verbesserten sich damit um 12 Punkte gegenüber dem Ergebnis von 2003.

Trotzdem sind weitere Schritte notwendig, um allen Kindern gleichberechtigte Bildungschancen zu bieten. Denn obwohl gerade leistungsschwache und benachteiligte Schüler 2012 deutlich besser abschnitten als 2003, erzielen ihre sozio-ökonomisch begünstigten Klassenkameraden immer noch 43 Punkte mehr in den Tests.

Von zentraler Bedeutung bleiben daher eine frühe und individuelle Förderung, die Erzieherausbildung zu verbessern und den Erzieherberuf aufzuwerten, Qualitätsentwicklung in Ganztagsschulen und die Schulsozialarbeit weiter auszubauen.

Die unterschiedlichen Lernerfolge von Jungen und Mädchen in den mathematisch-technischen Fächern zeigen aber auch, dass es „wichtig bleibt, auch die Freude und Lust auf Bildung anzuregen, gute Bildung zielt auch auf Persönlichkeitsentwicklung, Förderung sozialer Kompetenz und selbstbewusste und selbstständige Lebensgestaltung“, meint die Göppinger Abgeordnete Heike Baehrens. Mädchen auch für diese Fächer zu begeistern, ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels eine zentrale Aufgabe der Bildungspolitik.

 

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