Peter Hofelich und Jörg Fritz im Gespräch mit Werkrealschul-Rektoren: „Um Spielräume für Ergänzungsunterricht ringen!“

Veröffentlicht am 30.07.2012 in Landespolitik

„In unseren Haupt- und Werkrealschulen in den Städten nimmt der Ergänzungsunterricht oft die Rolle des Pflichtunterrichts ein. Deshalb sind wir auf Stundenzuweisungen angewiesen“, war der eindeutige Tenor in einem Gespräch der Rektoren von Werkrealschul- und Hauptschulrektoren mit den Landtagsabgeordneten der Regierungsfraktionen. Fritz und Hofelich: „Die Unterrichtsversorgung mit Pflichtunterricht hat im neuen Schuljahr Vorrang. Wir ringen aber für Spielraum im Ergänzungsbereich, also insbesondere bei Sprachförderung, Inklusion und Sport“.

In den Städten Göppingen und Geislingen sieht die Schulwelt oft anders aus. Des-halb treffen sich die Rektoren aller Haupt- und Werkrealschulen in Göppingen und Geislingen regelmäßig. Diesmal wollten auch die Grundschulrektoren dabei sein. Eingeladen waren nämlich die örtlichen Landtagsabgeordneten Peter Hofelich (SPD) und Jörg Matthias Fritz (Grüne). In der Haierschule, moderiert von Rektorin Ingrid Stotz, entspann sich deshalb ein interessantes Gespräch. Mehrere Feststel-lungen gab es am Ende: Erstens muss in der Schuldiskussion mehr Augenmerk auf die Situation der Schulen in den großen Kreisstädten und damit in den sozialen und gesellschaftlichen Brennpunkten gelegt werden. Im Filstal ist dies offenkundig.
Zweitens müsse das Kultusministerium in der Ressourcenzuweisung zwischen den Schularten einen gerechteren Ausgleich herstellen. Drittens brauchen wir mehr Unterstützungsleistungen an den Schulen. Viertens ist es notwendig, dass bei geringer werdenden Schülerzahlen die Schulen untereinander noch mehr kooperieren.

Die Rektoren unterstrichen, dass die im ersten Halbjahr aufgetretenen Engpässe an den Schulen schon seit Jahren angelegt sind, sich jetzt durch langfristige Krankheiten und Abgänge verschärfen und in diesem Jahr „so extrem wie noch nie“ durchlagen. Von der neuen Landesregierung werde erwartet, dass die Engpässe für das neue Schuljahr gesichtet werden und gegen gesteuert wird. Fritz und Hofelich sagten zu, dass sie die gewonnenen Eindrücke in die Beratungen des Haushaltes 2013/14 mitnehmen. „Es wird schwer, weil wir sparen müssen. Und dazu muss der größte Personalkörper im Landesdienst auch beitragen. Wir wollen aber die Qualität unserer Schulen sichern und weiter verbessern!“

 

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