Peter Hofelich blickt zurück auf 15 Jahre Abgeordnetentätigkeit für den Wahlkreis Göppingen

Veröffentlicht am 03.05.2021 in Landespolitik

Mit Ablauf des Monats April endete nach drei Legislaturperioden das Landtagsmandat des langjährigen Göppinger Abgeordneten Peter Hofelich (SPD). Ein guter Anlass, um zurückzublicken und die Ära Hofelich Revue passieren zu lassen. „In den 15 Jahren war im Wahlkreis Göppingen so einiges los. Mein Antrieb war, dass unser Filstal im Land nicht bloß mitschwimmt, sondern vorne sein will“, resümiert der Sozialdemokrat mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte.

Dabei sei es bereits zu Beginn des Mandates gelungen, Akzente zu setzen: „Wir haben 2005 schon vor meiner ersten Wahl mit der Reihe ‚Forum Zukunft Landkreis Göppingen‘ begonnen. Mein Vorgänger Frieder Birzele und ich hatten das bewusst gemeinsam zu einzelnen Themenbereichen wie Bildung, Gesundheit oder Arbeit, angelegt. Die Aussage war, der scheidende und der künftige MdL arbeiten Hand in Hand und die SPD kümmert sich um Zukunftsthemen“, erklärt Peter Hofelich und ergänzt: „Gleich zu Beginn starteten wir auch mit einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung: ‚Peter Hofelich und Freunde‘ war das Motto der Unterstützerrunde mit Promis aus Kultur, Sozialem und Sport, das vor der Wahl 2006 im Alten E-Werk stattfand und sich 2011 und 2016 fortsetzte. Musik mit ‚Caliente‘ war immer dabei. Kurz-Interviews mit Promis und der gemeinsame Auftritt mit meiner wunderbaren Frau Ingrid.“

Hofelich erinnert sich: „Beim ersten Mal 2006 rief Design-Legende Professor Kurt Weidemann einfach in den Saal ‚Hofelich wählen‘. Stolz bin ich noch immer auf viele Überschriften in den Medien: ‚Hofelich beim Papst‘, ‚Hofelich trifft (dänische) Prinzessin‘ oder ‚Hofelich als Schlossherr‘ (beim Besuch der österreichischen Bischofskonferenz auf Schloß Salem).“
Doch auch politische Debatten bleiben dem langjährigen aktiven Abgeordneten in Erinnerung: „Heftig ging es zu bei der Polizeireform: Der OB machte auf Krawall. Die NWZ titelte die Frage, ob die Bereitschaftspolizei von Göppingen nach Böblingen komplett weggehe. Am Ende war das Gegenteil der Fall: Göppingen wurde Kopf-Standort des Präsidiums Einsatz für das ganze Land und erhielt noch mehr Einheiten als vorher hinzu“, erinnert Hofelich. Sehr schön sei es gewesen, als Staatssekretär verdiente Ehrungen vornehmen zu können. So etwa das Bundesverdienstkreuz für Karin Wojta vom Waldeckhof. Die Staufermedaille für Dr. Erwin Singer, Werner Stepanek, Archivar Dr. Karl Heinz Ruess, Peter Schuehrer und Pfarrer Walter Scheck.

„Überhaupt die Historie: Das Wäscherschloss wurde unter den Staatlichen Schlössern und Gärten herausgeputzt, der Hohenstaufen erhielt eine fachmännische Restaurierung“, blickt der Sozialdemokrat zurück. ‚Green Factory‘ an der Berufsschule und ‚Transferzentrum Industrie 4.0‘ an der Hochschule waren ‚Highlights‘. Auch in der Schullandschaft sei es gelungen, im Wahlkreis Göppingen bleibende Akzente zu setzen – etwa durch die Gemeinschaftsschule: „Drei Gemeinschaftsschulen sind es im Wahlkreis geworden: Hieberschule Uhingen, Albert-Schweizer-Schule Göppingen und Schillerschule Eislingen, dazu noch eine halbe in Schlierbach mit Albershausen.“ Hinzu kamen beträchtliche Städtebaufördermittel, die für Städte und Gemeinden im Wahlkreis gewonnen werden konnten: In Göppingen für Schloß- und Bahnhofsplatz, in Eislingen für die Innenstadt um das neue Rathaus, in Uhingen für das Oberdorf, in Rechberghausen für das Gebiet um’s Rathaus. Die Bürgerinnen und Bürger nehmen das oft als selbstverständlich wahr, das ist es aber nicht“, betont Hofelich. Umso zufriedener stimmten ihn deshalb die städtebaulichen Errungenschaften der vergangenen Jahre. „Der Kampf um die Innenstädte und damit um die bürgerschaftliche Haltung wird das herausragende Thema der nächsten Jahre!“

Insgesamt erlebte Hofelich 15 intensive Jahre: „Die ersten zehn Jahre vergingen schnell, die letzten fünf mitunter zäh. Wir brauchen da im Résumée nicht viel rumreden. Die Niederlage 2016 war für die mitregierende SPD unverdient und für mich im Wahlkreis demütigend. Der Kretschmann-Hype führt zu Wähler-Behaglichkeit, aber nicht zu Fortschritt“, spricht Hofelich Klartext. „Wenn die Wählerinnen und Wähler die Wahlkreis-Kandidierenden nicht nach Qualität und Leistung, sondern nach ‚Mainstream‘ beurteilen, dann wird es halt auf die Dauer für die konkrete Demokratie vor Ort eng“, so der Salacher. Für die SPD  gerade im Kreis Göppingen sieht er deshalb drei Ziele: Die Wiedergewinnung früherer traditioneller Wählerinnen und Wähler „mit kulturell-konservativer und sozial-fortschrittlicher Haltung – das ist die Auseinandersetzung mit der AfD um die mitunter Abgedrängten“, dann „die harte Auseinandersetzung mit der Partei ‚Die Grünen‘ um ihre verbliebenen links denkenden Wähler“, und das Werben „um jeden neuen Jahrgang von Jungwählern und –wählerinnen, welche sich bis vor einigen Jahren immer mit ihrem Impuls für soziale Gerechtigkeit und Frieden in der Welt der SPD zunächst zugewandt hatten und uns derzeit leider selbstverschuldet fehlen“. Peter Hofelich: „Wenn wir das beherzigen und kämpfen, dabei selbst mehr nach außen als nach innen arbeiten, dann sehe ich eine gute Chance für eine wieder erstarkende SPD. Unserem Land täte das gut! Meinen Teil werde ich dazu jedenfalls beitragen.“

 

Homepage SPD-Kreisverband Göppingen

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de