Öney beim Stuttgarter CSD – „Gleichstellung betrifft viele Menschen im Land“

Veröffentlicht am 29.07.2011 in Landespolitik

Integrationsministerin Bilkay Öney und der Landesvorsitzende der lesbischen und schwulen Sozialdemokraten Steffen Schaffner nehmen gemeinsam an der morgigen Parade zum Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart auf dem Wagen der SPD teil.

„Es ist uns eine große Ehre, unsere Integrationsministerin auf dem Paradewagen der SPD begrüßen zu können“, so Schaffner. „Die Teilnahme der Ministerin signalisiert den Paradegästen den neuen Stellenwert der lesbisch, schwul, bi- und transsexuellen Politik der neuen Landesregierung.“

Öney freut sich über die Einladung der Schwusos, die Parade auf dem SPD-Wagen mitzuerleben: „Ich finde es toll, dass der CSD in Stuttgart inzwischen das größte schwul-lesbische Festival in Süddeutschland ist.“ Diese Entwicklung zeige, dass Baden-Württemberg ein weltoffenes und tolerantes Land sei. Doch auch im Südwesten gebe es immer noch Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Menschen. „Zum einen erleben wir, dass Menschen wegen ihrer Sexualität nach Deutschland und auch nach Baden-Württemberg flüchten, zum anderen, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Identität auch in unserer Gesellschaft und speziell in Migrantengruppen diskriminiert werden.“ Mit ihrer Teilnahme am CSD möchte Öney die Anliegen dieser Menschen unterstützen. „Kein Mensch darf aufgrund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden“, so Öney. „Die Menschen haben ein Recht auf Selbstbestimmung, der Staat muss dieses Recht schützen.“

Die grün-rote Landesregierung ist hier schon ein gutes Stück weiter gekommen. Das Kabinett hat Anfang Juli beschlossen, dass eingetragene Lebenspartnerschaften künftig auf dem Standesamt geschlossen werden sollen. Zudem will die Landesregierung Beamtinnen und Beamten in eingetragener Lebenspartnerschaft in dienstrechtlichen Fragen ihren verheirateten Kolleginnen und Kollegen gleichstellen. Um offene und verdeckte Diskriminierung aufspüren und erfassen zu können, plant das Integrationsministerium, eine zentrale Anlaufstelle einzurichten.

„Als Teil einer Volkspartei ist es den Schwusos wichtig, Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle in ihrer Politik mitzunehmen“, begründet Schaffner das Engagement seiner Partei. Das Motto des Christopher Street Day ist „Generation Zukunft“. Schaffner: „Die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft muss jeder Mensch haben, egal welche sexuelle Identität er hat oder aus welchem Land er kommt.“

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de