Nils Schmid, Leni Breymaier und Katja Mast zum Mauerfall

Veröffentlicht am 09.11.2014 in Bundespolitik

Kunstprojekt „Lichtgrenze“ zum Mauerfall

Wie haben SpitzenvertreterInnen der SPD Baden-Württemberg den Fall der Mauer erlebt? Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister Nils Schmid, die stellvertretende Landesvorsitzende und Verdi-Landesvorsitzende Leni Breymaier und Generalsekretärin Katja Mast berichten von ihrem persönlichen Mauerfall.

Nils Schmid, Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister

„Als ich im Radio vom Fall der Mauer hörte, war ich elektrisiert. Ich hatte zwar immer an die Einheit geglaubt – doch dass es so schnell gehen würde, hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt. 25 Jahre später weiß ich noch mehr zu schätzen, was Sozialdemokraten wie Willy Brandt und Egon Bahr angestoßen haben, um diesen Tag der Freude möglich zu machen.“

Leni Breymaier, stellv. Landesvorsitzende und Verdi-Landeschefin

„Am 9. November 1989 war ich in meinem Büro und mein Chef im Nebenzimmer hatte einen Fernseher. Der lief schon den ganzen Spätnachmittag. Ich bin immer hingesaust und habe die Dinge in Fetzen verfolgt. Tatsächlich war mir am Abend bewusst, dass da etwas ganz Großes passiert. Silvester 1989 hatten wir dann Besuch aus Thüringen.“

Katja Mast, Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg

„Vor 25 Jahren, als die Mauer fiel, war ich gerade dabei, für meine Volkswirtschaftslehreklausur zu lernen. Es hat mich tief bewegt zu sehen, wie Grenzen fallen und sich Menschen, die sich jahrelang nicht sehen konnten, in den Armen liegen. Für mich sind 25 Jahre Mauerfall das beste Beispiel dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie Unterdrückung überwinden wollen und für Freiheit friedlich kämpfen.

Es war auch genau der Lehrer für Volkswirtschaft, der den Mauerfall und die ökonomischen Konsequenzen mit uns die nächsten Monate durchdiskutiert hat. Gespürt habe ich, welche Aufgaben für gleiche Lebensverhältnisse vor uns liegen bei meiner ersten Reise in die ehemalige DDR nach Leipzig, Dresden und Altenburg. Ich werde nie vergessen, wie wir vor den Trümmern der Frauenkirche standen. Es gab auch sonst noch viele Zeugen des Krieges und des Zerfalls – für mich als junge Frau aus Baden-Württemberg bis zu dem Zeitpunkt unvorstellbar.“

 

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