Kultusministerium genehmigt den Start der ersten 42 Gemeinschaftsschulen

Veröffentlicht am 23.07.2012 in Landespolitik

Kultusministerium genehmigt den Start der ersten 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg - Einladung an CDU-Fraktionschef Peter Hauk

 
Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer: "Die Zustimmung zur Gemeinschaftsschule geht vor Ort immer stärker über alle Parteigrenzen hinweg und zeigt die große Bereitschaft, neue Wege in den Schulen zu beschreiten"

Jetzt ist sicher, dass im kommenden Schuljahr 42 Schulen als erste Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg an den Start gehen können, darunter auch bisherige Realschulen in Tübingen und Stetten am kalten Markt. Nachdem die Anträge vom Kultusministerium akzeptiert wurden, erhalten die Schulträger jetzt die offiziellen Genehmigungsbescheide. Dabei wird die Attraktivität der neuen Schulart deutlich: Zum einen hat die schon damals große Zahl der Schülerinnen und Schüler seit Ablauf der Anmeldefrist Ende März nochmals zugenommen. Nach den neuesten Angaben der Schulen werden knapp 2000 Mädchen und Jungen die fünften Klassen besuchen. Zum anderen wird es unter den 42 Schulen lediglich zwei einzügige Gemeinschaftsschulen in Oberkochen und Meersburg geben, dafür elf dreizügige sowie zwei vierzügige (Tübingen und Konstanz). Neu hinzugekommen ist jetzt noch die Christliche Schule im Hegau. "Es ist einfach überragend, mit welcher Begeisterung und Vorfreude sich die Eltern und Kinder sowie die Lehrerinnen und Lehrer im ganzen Land auf die neuen Gemeinschaftsschulen vorbereiten", betonte Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer.

 
Diese Attraktivität zeige sich aktuell erneut, da derzeit in sehr vielen baden-württembergischen Schulen und Gemeinderäten die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen diskutiert wird. "Die Zustimmung zur Gemeinschaftsschule geht vor Ort immer stärker über alle Parteigrenzen hinweg und zeigt die große Bereitschaft, neue Wege in den Schulen zu beschreiten", erklärt die Ministerin. Deshalb sei es auch für Gegner der neuen Schulart überaus sinnvoll, sich einmal direkt zu informieren. Sie lud CDU-Fraktionschef  Peter Hauk dazu ein, gemeinsam eine solche Schule zu besuchen, um dort seine Vorbehalte zu überprüfen. "Wir stellen uns gerne der Kritik vor Ort und zusammen mit den Eltern und Lehrkräften, wenn die CDU ihre Haltung tatsächlich einmal angesichts der Fakten überprüfen will."
 
Das Ministerium geht davon aus, dass sich bis zum Ende der nächsten Antragsfrist am 1. Oktober bis zu 100 Schulträger melden könnten. Es sei damit zu rechnen, dass sich unter diesem zweiten Jahrgang der Gemeinschaftsschulen im Schuljahr 2013/14 auch mehr Realschulen befinden werden. Die Ministerin wies darauf hin, dass die Anträge sehr stark von ihrem pädagogischen Konzept getragen würden. Die Gemeinschaftsschulen könnten zwar dazu beitragen, Schulstandorte in den Kommunen aufrecht zu erhalten. Aber die pädagogische Qualität bilde die Basis für die neue Schulart, die sich in einem sehr guten Konzept der Schule ausdrücke. So müsse eine Gemeinschaftsschule den Abschluss von Haupt- und Realschule sowie eigenständig oder in Kooperation mit einem Gymnasium das Abitur anbieten. "Die Gemeinschaftsschulen werden ihre Ziele erreichen, wenn die jeweiligen Schulen die passenden pädagogischen Konzepte nach den jeweiligen örtlichen Anforderungen ausarbeiten", betonte die Ministerin.
 

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