Kreistags-SPD in Sorge um Zoll-Ankündigungen: „Zukunfts-Gipfel für den Landkreis wird dringlicher"

Veröffentlicht am 29.03.2025 in Kreistagsfraktion

„Wir brauchen jetzt den von der SPD beantragten Zukunfts-Gipfel im Landkreis. Die wohl kaum mehr abzuwendende Trump’sche Zollschraube muss die letzte Warnung gewesen sein, daß sich Unternehmen aus Industrie und Handwerk, Gewerkschaften, Kreis- und Regionalpolitik sowie Abgeordnete zusammen tun, um die spezifische alarmierende Lage bei uns mit Konsequenzen daraus zu besprechen“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Benjamin Christian erinnert damit an einen Antrag seiner Fraktion bei den zurückliegenden Haushaltsberatungen. Der stv. Fraktionsvorsitzende Peter Hofelich: „Auch wenn die Automobilhersteller derzeit im Scheinwerferlicht stehen, wird die Bedrohung für die im Landkreis vor allem ansässigen Kfz-Zulieferindustrien und Maschinenbauer eher noch größer sein. Denn diese produzieren seltener in Übersee und werden in die Trump’sche Druckwelle reingeraten!“ Aus SPD-Sicht benötige es in Deutschland und europaweit eine Doppel-Strategie: „Verhandlungsbereitschaft und Demonstration der eigenen Stärke“.

Hofelich berichtete zusammen mit Susanne Widmayer über die kürzlichen Beratungen des Verwaltungsausschusses im Kreistag zur Wirtschaftsförderung im Kreis. „Die meisten Sprecher der Fraktionen waren sich einig, daß wir künftig mehr Integration und mehr Wirksamkeit unserer ja nicht wenigen Aktivitäten benötigen“. Eine stärkere Inanspruchnahme der regionalen Wirtschaftsförderung, über das Thema Glasfaser hinaus, sei zudem notwendig. Denn der eigentliche Wirtschaftsraum mit seinen vielerlei Verflechtungen bei Zulieferern und Pendlern ende nicht an der westlichen Grenze des Landkreises. Peter Hofelich: „Konnte man bisher davon ausgehen, dass der Strukturwandel hin zu neuen Antriebstechnologien und Digitalisierung die anzunehmende große Herausforderung für uns ist, tritt jetzt noch unser jahrzehntelanges nun gefährdetes  Wohlstands-Plus durch Export-Industrien als weitere große Herausforderung dazu“. Auch die Zurückhaltung Chinas bei ausländischen Kfz habe ja schon in diese Richtung gedeutet. Den Anhängern der AfD könne man nur zurufen: „Wieviel Gutes der europäische Binnenmarkt für Deutschland in dieser Lage  bedeutet, ist ja nicht zu übersehen!“

Die SPD kann sich vorstellen, dem ‚Zukunftsgipfel‘ auch einige wenige Fachkonferenzen voranzustellen. Diese könnten dann über die drängenden Themen ‚Zulieferer-Kooperation‘, ‚Industrielle Diversifizierung‘, ‚Hebung der Qualifikationspotentiale von beruflichen Schulen und hiesigen Hochschulen‘  und ‚Forschung und Technologie‘ im Landkreis „gute Ideen zusammentragen“. Die st.v. Fraktionsvorsitzende Susanne Widmaier erinnerte: „Am vorvergangenen Wochenende mobilisierte die IG Metall viele Tausende auf dem Stuttgarter Schloßplatz zu einer Demo ‚Es ist fünf vor zwölf‘ und markierte damit eigentlich auch das Motto für den Landkreis Göppingen. Die kommenden Monate werden zeigen, was uns hier im Landkreis wirklich wichtig ist!“
 

 

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