Kreisrat Peter Hofelich: „Bewegte Jahre in unserem Kreistag!“

Veröffentlicht am 14.04.2025 in Kreistagsfraktion

„Hinter uns liegen bewegte Jahre im Kreistag. Unter'm Strich konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Auch wenn es große Aufreger-Themen und ein gelegentlich ungünstiges Medien-Echo gab“, fasste Kreisrat Peter Hofelich seinen Bericht vor der SPD-Hauptversammlung zusammen. Aufregungen gab es insbesondere um das geänderte Abfallkonzept, um die Aufgabe des stationären Teils der Helfensteinklinik, um den Abriss der alten Klinik am Eichert, um die Voll-Integration in den VVS. „Kritik an der Kommunikation mancher Maßnahmen ist sicher berechtigt. In der Sache lag die Mehrheit im Kreistag am Ende aber meist richtig!“ Gleichwohl gäbe es Handlungsbedarf, so Hofelich: Bei der Abfallwirtschaft mehren sich die Argumente für die braune Bio-Tonne statt blauer Beutel für Speiseabfälle.

Das Gesundheitszentrum ‚Helfenstein‘ als Ort neuer ambulanter und teilstationärer Einrichtungen in Geislingen brauche Erfolg. Die Gründe für die Nichtveräußerung und den Abriss der alten Klinik müssen vor allem deutlicher erklärt werden. Der VVS ist, trotz Zugverspätungen der DB, ein Erfolg für den Landkreis, der eher nach mehr ÖPNV verlangt. Peter Hofelich sprach dann vier aktuelle Themen an, die im Kreistag des 260.000-Einwohner-Kreises derzeit drängen und die zeigten, daß auch „bewegte Jahre kommen“: „Unsere SBBZ, also die Schulen und Kindergärten für Kinder mit Behinderungen, brauchen aufgrund der starken Nachfrage dringend Erweiterungen. In Geislingen ist mit der Grundsteinlegung für die neue Bodelschwingh-Schule ein Anfang gemacht. In Göppingen werden wir vermutlich mit dem heutigen Areal hinter dem Landratsamt alleine nicht mehr hinkommen.

Zweitens: Unsere beruflichen Schulen müssen als Ausbildungsort für einen starken Industriekreis Göppingen auf der Höhe der Zeit sein. Auch hier wurde nun in Geislingen massiv in einen Erweiterungsbau investiert. In Göppingen müssen wir um die Breite der Klassen für Handwerk, Handel  und mittelständische Industrie kämpfen. Es ist auch Aufgabe der Eltern, für die duale Ausbildung zu werben. Bei Bahnen, Bussen, Fahrradwegen, Straßen und Brücken brauchen wir drittens einen investierenden Landkreis. Wir leben zum größeren Teil im Ballungsraum und können uns kein Nachhinken bei der Infrastruktur leisten. Unsere Kreis-Finanzen sind viertens unter besonderem Druck. Weil wir ein hohes Klinik-Defizit haben. Und weil wir zwischenzeitlich eine zu niedrige Pro Kopf-Steuerkraft bei uns haben. Wirtschaftlich wieder mit Tatkraft stärker zu werden, nicht bloß zuzuschauen oder zu kommentieren, ist deshalb der Schlüssel für den Kreis!“

 

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