Kommendes Schuljahr: Gemeinschaftsschulen legen bei Anmeldezahlen deutlich zu

Veröffentlicht am 06.07.2013 in Landespolitik

Die Anmeldezahlen für die fünften Klassen der Gemeinschaftsschulen für das kommende Schuljahr 2013/14 sind zwischen März und Juni noch einmal stark angestiegen. Nach einer aktuellen Erhebung des Kultusministeriums an den bisherigen 41 und den neuen 87 öffentlichen Gemeinschaftsschulen haben sich inzwischen knapp 6.200 Schülerinnen und Schüler angemeldet, damit rund 450 (7,9 Prozent) mehr als im März.

„Die Gemeinschaftsschulen sind so attraktiv, dass auch kleinere Standorte mehr Schülerinnen und Schüler anziehen“, erklärte Kultusminister Andreas Stoch MdL. „Das Ergebnis ist angesichts einer neuen Schulart, einer innovativen Lernkultur und vor allem angesichts der heftigen politischen Angriffe gegen die Gemeinschaftsschule sehr erfreulich.“ Die Ko

llegien der Schulen hätten es mit großem Engagement geschafft, noch mehr Eltern und Schüler von der neuen Schulart zu überzeugen. Dabei sei vor allem die Zunahme der Anmeldungen bei den bestehenden Gemeinschaftsschulen der ersten Tranche für das kommende Schuljahr im Vergleich zum laufenden Schuljahr überzeugend.

An der Spitze steht die Gebhardschule in Konstanz mit einer Steigerung von 86 Anmeldungen auf 153. Bei der Schule in Steißlingen haben sich die Anmeldungen sogar fast verdoppelt von 67 auf jetzt 116. Ähnliches gilt für die Gemeinschaftsschule in Oberhausen-Rheinhausen (von 54 auf 96).

Diese positive Entwicklung zeigt auch das Beispiel Meersburg, das im vergangenen Jahr nach einem verspäteten Beginn zunächst lediglich 10 Schülerinnen und Schüler aufwies, jetzt aber bei 37 angekommen ist. Insgesamt haben 30 der 41 öffentlichen Gemeinschaftsschulen bei den Anmeldezahlen zugelegt, nur elf haben meist gering verloren.

In der zweiten, jetzt zum neuen Schuljahr beginnenden Tranche gingen die Anmeldezahlen seit März stark nach oben. Die 87 Schulen haben um 400 Schülerinnen und Schüler zugelegt, damit um 12 Prozent. Das hat große Auswirkungen auf die Schulgrößen: Die ursprüngliche Zahl von 28 lediglich einzügigen Schulen, die vom Ministerium aufgrund einer längerfristigen Prognose der Schülerzahlentwicklung genehmigt worden sind, hat sich bis Juni auf nur noch 14 halbiert.

Dafür umfasst diese Tranche jetzt 56 zweizügige sowie zwölf drei- und fünf vierzügige Schulen, etwa in Bad Rappenau (87 Schülerinnen und Schüler), Eppingen (86), Schwieberdingen (86) und Freiberg am Neckar (95).

An der Spitze der zweiten Tranche steht die Drais-Schule in Karlsruhe mit 99 Anmeldungen, während sie im laufenden Schuljahr als Realschule lediglich 33 Mädchen und Jungen in Klasse fünf umfasst. Diese Karlsruher Schule ist ein gutes Beispiel für die bemerkenswerte Entwicklung gerade an den vier künftigen Gemeinschaftsschulen, die sich aus Realschulen entwickeln werden. So kommt die Gemeinschaftsschule Schwieberdingen jetzt auf 86 Anmeldungen (2012: 70), das Reinhold-Frank-Schulzentrum Ostrach erreicht 42 (39).

Und auch die Ulrich-von-Ensingen-Gemeinschaftsschule hat deutlich aufgeholt. Nachdem sie noch im März mit 49 gegenüber 2012 (70) deutlich verloren hatte, erreicht sie jetzt 60 Anmeldungen.

 

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