Kliniken: SPD fordert mehr Kooperation

Veröffentlicht am 16.02.2011 in Kreistagsfraktion

Geislinger Zeitung

Kreis Göppingen. Die Debatte über die künftige Kliniklandschaft im Kreis ist in vollem Gange. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert eine offensive Politik und Transparenz.

"Wir wollen als SPD-Kreistagsfraktion mehr Transparenz, mehr Kooperation und mehr Ideen für die Zukunft unserer Klinikangebote im Landkreis. Jahrelange Versäumnisse müssen aufgearbeitet werden." Das sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Binder in der jüngsten Fraktionssitzung. "Dazu gehört auch ein offener Bürgerdialog, statt Gesprächen hinter verschlossenen Türen", wie jetzt bei der Schlichtung zur Geislinger Geburtshilfe.

Die Sozialdemokraten im Kreistag zogen eine kritische Zwischenbilanz zu den Debatten der vergangenen Wochen und beschlossen, klare Forderungen in den Kreistag einzubringen. Für bessere Transparenz bittet die SPD-Fraktion um Prüfung, ob auch unter den Bedingungen einer gGmbH - in dieser Rechtsform werden die Kliniken des Landkreises geführt - eine öffentliche Diskussion der Krankenhausthemen im Kreistag wieder stattfinden kann. In Nachbarkreisen werde es so praktiziert, dass im Kreistag öffentlich diskutiert und Stellung bezogen werde, um im Anschluss in einer nachfolgenden Gesellschafterversammlung dann, wie es das Gesellschaftsrecht vorsieht, nicht-öffentlich zu beschließen, schlägt die SPD vor.

"Mehr Kooperation heißt für die SPD", so Kreisrat Jürgen Lämmle, "dass die Klinikleitung auf ihrem angekündigten Weg jetzt auch wirklich Schritt für Schritt vorangeht. Gespräche mit dem Christophsbad seien zunächst auf fachlicher Ebene zu führen und erst anschließend politisch zusammenzubringen. Die Zusammenarbeit mit Kliniken in Nachbarlandkreisen sei aktiv zu suchen und dem Kreistag darzulegen." Lämmle: "Es war ein Fehler, dass eine Mehrheit des Kreistages vor mehr als einem Jahr den SPD-Vorschlag eines externen Strukturgutachtens abgelehnt hat. Jetzt gilt es, das aufzuholen."

"Mehr Ideen", heißt für Michael Grebner, "dass im Kreis und Kreistag die Chance erkannt wird, sich nicht allein um die somatischen Krankheiten zu kümmern, sondern auch um die seelischen." Es bedeute auch, so Kreisrätin Susanne Widmaier, "dass wir im Albvorland und am Albtrauf den regional diskutierten Gesundheitspark mit Leben erfüllen und das dortige Angebot an Reha-Einrichtungen und sanftem Tourismus mit den Kliniken im Filstal verknüpfen."

 

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