Keine Grundsteuer C und ungerechte Berechnungsgrundlage: Kreis-SGK kritisiert Reform der Grundsteuer scharf

Veröffentlicht am 04.12.2020 in Kreisverband

„Seit ich (mit 18 Jahren) zum ersten Mal in den Wangener Gemeinderat gewählt wurde, diskutieren wir über die Möglichkeit einer sogenannten Grundsteuer C. Grün-Schwarz beerdigt dieses Vorhaben nun ohne große Diskussion“, berichtet Kreis- und Gemeinderat Benjamin Christian.

Die Grundsteuer C gäbe den Gemeinden die Möglichkeit Baulücken, auch oft „Enkelbauplätze“ genannt, die jahrzehntelang nicht bebaut werden, höher zu besteuern. „Grün-Schwarz regiert völlig an den Interessen kleinerer Gemeinden vorbei. Die Grünen poltern immer laut gegen zu hohen Flächenverbrauch und verweigern nun den Gemeinderäten vor Ort ein wichtiges Steuerungsinstrument“, kritisiert Christian.

„Boden ist kein unendlich vermehrbares Wirtschaftsgut. Die Grundsteuer C ist ein wirksames Werkzeug gegen Flächenverbrauch und Bodenspekulanten“, verdeutlicht der SGK-Kreisvorsitzende Michael Schlichenmaier aus Wäschenbeuren. 

Die SPD-Kreisvorsitzende Sabrina Hartmann hält die Grundsteuerreform der Landesregierung insgesamt für ungerecht: „Eine Bewertung allein nach dem Grundstückswert und ohne Berücksichtigung des Werts der dort stehenden Immobilie verstößt klar gegen den Gleichheitsgrundsatz. Außerdem ist dieses Modell ungerecht, wenn der Eigentümer eines geringwertigen Hauses genauso viel bezahlen muss, wie der benachbarte Villenbesitzer. Manche Hauseigentümer werden deutlich mehr Grundsteuer als bisher zahlen“, so Hartmann

 

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