Jusos kontra Mißfelder: "Diskriminierend und dumm"

Veröffentlicht am 25.02.2009 in Arbeitsgemeinschaften

SPD-Nachwuchs hält Hartz-IV-Äußerungen des Junge-Union-Chefs für geschmacklos

Geislinger Zeitung

Kreis Göppingen. Zu der umstrittenen Behauptung von Phillip Mißfelder, dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union, die Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder sei ein "Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie", haben sich auch die Jusos im Kreis kritisch zu Wort gemeldet.

"Die Äußerungen von Herrn Mißfelder sind diskriminierend und dumm. Auf die Schwächsten der Gesellschaft einzutreten, zeugt von persönlicher Feigheit und schlechtem Geschmack", erklärte der Juso-Kreisvorsitzende Tim Zajontz in einer Pressemitteilung. Aus Sicht des SPD-Nachwuchses sind gerade Kinder von Arbeitslosen besonders oft von sozialer Diskriminierung und Armut betroffen. Daher unterstützen die Jusos die Anhebung des Regelsatzes für unter 13-Jährige. Da der Ausrutscher von Mißfelder nicht dessen erster gewesen sei, erwarten die Jusos im Kreis auch Konsequenzen von der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel. "Solche Äußerungen treiben Keile in die Gesellschaft und dürfen so nicht stehen bleiben", meint Zajontz.

 

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