Jürgen Lämmle: „Die Chance des S-Bahn-Anschlusses muss jetzt genutzt werden.“

Veröffentlicht am 02.04.2015 in Metropolregion

Region: SPD bringt Antrag zum S-Bahn-Anschluss des Landkreises Göppingen ein

Auf Initiative der beiden SPD-Vertreter aus dem Landkreis Göppingen, Jürgen Lämmle und Susanne Widmaier, hat die SPD-Regionalfraktion einen umfassenden Antrag zum Anschluss des Landkreises Göppingen an das S-Bahn-Netz der Region eingebracht.

Mit dem Antrag spricht sich die SPD-Regionalfraktion dafür aus, die Chance für den Anschluss des Landkreises Göppingen zu nutzen, die sich durch die Ausschreibung der Regionalbahnlinien durch das Land ergeben. „Wenn es im Zuge dieser Ausschreibung gelingt, alle Bahnhöfe im Kreis Göppingen im Halbstunden-Takt anzufahren und dann diese Züge ab Plochingen schnell bis Stuttgart durchfahren zu lassen, wären wir einer S-Bahn sehr nahe“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Jürgen Lämmle, der für seine Fraktion im Verkehrsausschuss der Regionalversammlung Mitglied ist.

Lämmle hält es für möglich, dass diese Regionalbahnlinien in die Trägerschaft der Region übernommen  und dann mittelfristig auch über Stuttgart hinaus verlängert werden könnten. „Der Flughafen als Ende dieser Linie wäre ein hoch attraktives Angebot für die Menschen im Kreis Göppingen“, so der SPD Regionalrat.

Ganz besonders wichtig ist ihm, dass dann auch das S-Bahn-Signet an allen Bahnhöfen im Kreis Göppingen angebracht werden könnte und diese (Regional-)S-Bahn-Linien auch im Linienplan des VVS ausgewiesen werden. „Die S-Bahn ist ein Markenzeichen der Region, das auch im Kreis Göppingen genutzt werden muss. Im Übrigen garantiert nur die S-Bahn, dass alle Bahnhöfe im Kreis Göppingen auch langfristig Haltepunkte sind“, verdeutlicht Jürgen Lämmle die Bedeutung der S-Bahn.  Mit dem Antrag wird die Regionalverwaltung aufgefordert, entsprechende Gespräche mit dem Landkreis, der Deutschen Bahn und dem Land zu führen. Die Verwaltung soll noch vor der Sommerpause im Verkehrsausschuss der Region berichten.

Regionalrat Jürgen Lämmle bezieht sich in seiner Pressemitteilung auch auf eine Stellungnahme der IHK Göppingen, die die Einbindung des Kreises Göppingen in das regionale S-Bahn-Netz aus der Sicht der Wirtschaft als ein zentrales Infrastrukturprojekt für die weitere Entwicklung des Kreises bezeichnet hatte. „Endlich besteht die konkrete Möglichkeit, den Geburtsfehler bei der Gründung der Region, dass der Kreis Göppingen nicht an die S-Bahn angeschlossen ist, zu korrigieren. Die Chance muss jetzt genutzt werden“, so Lämmle abschließend.

Ein Gutachten kam im Jahr 2014 im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sich eine S-Bahn als zusätzliches Angebot („on top“) nicht rechnet. Die Umwandlung von Regionalbahnlinien in (Regional-)S-Bahnlinien wurde damals nicht geprüft.

 

ANTRAG: S-Bahn-Anschluss des Landkreises Göppingen

I) Die Verwaltung möge berichten,

  1. wie sie die Überlegungen beurteilt, im Kreis Göppingen eine Regional-S-Bahn
    einzurichten, die an allen Bahnhöfen zwischen Geislingen und
    Plochingen und zwischen Plochingen und Stuttgart nur in Esslingen und
    Bad Cannstatt hält;
  2. ob sie die Auffassung teilt, dass ein durchgehender Halbstundentakt bis
    Geislingen eine Voraussetzung zur Umwandlung dieser Regionalbahnlinie
    in eine "Regional-S-Bahn" oder "Metropol-S-Bahn" darstellt;
  3. unter welchen Voraussetzungen nach Auffassung der Venraltung solche
    Regionalverbindungen (Regional-S-Bahn) bei voller Kostenerstattung in
    eigener Trägerschaft der Region übernommen werden könnten;
  4. ob insbesondere eine Vollintegration des Landkreises Göppingen in den
    WS eine solche Voraussetzung darstellt;
  5. welche möglichen Zeitabläufe für eine solche Abfolge die Verwaltung sieht;
  6. zu welchem Zeitpunkt die Bahnhöfe im Kreis Göppingen im Linienplan des
    WS als S-Bahn-Halte ausgewiesen werden könnten.

ll) Die Verwaltung wird aufgefordert, in Gesprächen mit dem Landkreis, der
Deutschen Bahn und dem Land die oben skizzierte Lösung zu präferieren und
dem Verkehrsausschuss über erste Ergebnisse dieser Gespräche noch vor der
Sommerpause zu berichten.

Begründung:

Der Landkreis Göppingen ist der einzige Kreis in der Region Stuttgart ohne S-Bahn-
Anschluss. Auch ist der Landkreis Göppingen nicht in den WS (voll-) integriert, so
dass mit einer Fahrkarte alle ÖPNV-Verbindungen im WS-Gebiet genutzt werden könnten. Diesen "Geburtsfehlel" bei der Gründung der Region zu beheben, muss Ziel
der Politik der Region und der Verantwortlichen im Kreis Göppingen sein.

Ein Gutachten kam im Jahr 2014 im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung zu
dem Ergebnis, dass sich eine S-Bahn als zusätzliches Angebot (,,on top") auf der
Schiene nicht rechnet.

Das Land hat im Rahmen der Zielkonzeption 2025 Regionalbahnlinien
ausgeschrieben, die auch den Kreis Göppingen betreffen: Eine Linie soll im
Stundentakt von Stuttgart nach Geislingen gehen, wobei diese Linie von Stuttgart bis
Plochingen nur zwei Zwischenhalte vorsieht. Zwischen Plochingen und Geislingen ist
allerdings an allen Bahnhöfen ein Halt vorgesehen. Die zweite Linie soll 30 Minuten
versetzt fahren. Der Endpunkt wäre allerdings bereits in Süßen und nicht in
Geislingen.

Würden beide Linien im 30-Minuten-Takt bis Geislingen durchgehen, wäre ein
wichtiges Kriterium für einen S-Bahn-ähnlichen Anschluss (zumindest im Kreis
Göppingen) erfüllt.

Es wäre verkehrlich sinnvoll, diese Regional-S-Bahn-Linie auch über den neuen
Hauptbahnhof hinaus über den Flughafen bis Herrenberg oder Bondorf zu
verlängern.

Wichtig ist den Antragstellern, dass die Bahnhöfe an diesen Linien das S-Bahn-
Signet ("Regional-S-Bahn" oder "Metropol-S-Bahn") erhalten und im S-Bahn-
Linienplan der Region ausgewiesen werden.

Auch die IHK-Bezirkskammer Göppingen hat vor wenigen Tagen deutlich gemacht,
dass die Einbindung des Kreises Göppingen in das regionale S-Bahn-Netz aus der
Sicht der Wirtschaft ein zentrales lnfrastrukturprojekt für die weitere wirtschaftliche
Entwicklung des Kreises darstellt.

Stuttgart, den 25.03.2015

Harald Raß, Fraktionsvorsitzender
Jürgen Lämmle, stellv. Fraktionsvorsitzender
Thomas Leipnitz
Susanne Widmaier
und Fraktion
 

 

Homepage SPD-Kreisverband Göppingen

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de