Innere Sicherheit: Kabinett beschließt Stellenpaket

Veröffentlicht am 17.03.2015 in Landespolitik

Bild: Polizei Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist und bleibt eines der sichersten Bundesländer. Mit 5.592 Straftaten pro 100.000 Einwohner weist der Südwesten 2014 erneut eine der niedrigsten Kriminalitätsbelastungen auf. Allerdings ist im ganzen Bundesgebiet seit einigen Jahren ein steigender Trend bei Wohnungseinbrüchen zu verzeichnen. Dem konnte sich auch Baden-Württemberg nicht entziehen.

Die verbesserte Aufklärungsquote und der gestiegene Anteil an nicht vollendeten Einbrüchen belegten die Wirksamkeit polizeilicher Maßnahmen. Verantwortlich dafür sei insbesondere der landesweit gesteigerte Fahndungs- und Ermittlungsdruck.

„Damit ist es in den vergangenen Monaten gelungen, auch etliche mobile Einbrecherbanden zu erwischen und weitere Straftaten zu verhindern“, unterstrich Innenminister Reinhold Gall.

Die Polizei habe sich bereits Mitte 2013 mit einer ganzheitlichen und personalintensiven Strategie besser auf das Täterverhalten eingestellt. Zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität seien bei den regionalen Polizeipräsidien spezielle Ermittlungsgruppen eingerichtet worden. Diese würden unterstützt durch die Spezialisten der Zentralen Kriminaltechnik.

Landeskriminalamt und Polizeipräsidium Einsatz leisteten den regionalen Präsidien hierzu umfangreiche Unterstützung, wie etwa spezielle kriminaltechnische Auswerteverfahren oder Einsatzkräfte. „Die Strategie wird durch deliktsbezogene Präventionsprogramme und Sicherheitsberatungen bei Wohnungsinhabern vervollständigt“, fasste Minister Gall zusammen.

Um die sehr personalintensiven Fahndungs-, Ermittlungs- und Präventionseinsätze dauerhaft fortzusetzen, hat die Landesregierung heute ein Stellenpaket, eine Einstellungsoffensive und weitere Haushaltsmittel für die Polizei beschlossen. „Dadurch wird es uns gelingen, den Verfolgungsdruck auf Einbrecher weiter zu erhöhen und Einbrecher abzuschrecken“, betonte Innenminister Gall.

Dem Polizeivollzugsdienst würden demnach ab 2017 stufenweise 226 Personalstellen mehr als geplant zur Verfügung stehen. Das erfordere allein für die Jahre 2017 bis 2019 einen Mehraufwand von rund 38 Millionen Euro. Mit Blick darauf werde 2016 die Zahl der Neueinstellungen von Polizeianwärtern nochmals um 100 auf dann 900 erhöht. Das Landeskabinett hatte zur Bekämpfung des islamistischen Terrors bereits am 3. Februar 105 zusätzliche Neueinstellungen für 2015 beschlossen.

Da der Polizei zur intensiveren Bekämpfung des Wohnungseinbruchs und für das Antiterrorpaket mehr Personalstellen bereitgestellt werden, ist für 2017 und 2018 eine Einstellungsoffensive vorgesehen.

„Wir bieten in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 2.800 Ausbildungsplätze an. Wir sind uns dabei bewusst, dass dies wegen der knappen Jahrgänge eine besondere Herausforderung darstellt“, erklärte der Innenminister. Die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten wird zeitweise Einfluss auf die Ausbildungsstandorte der Polizei haben.

Zum Ausgleich für Mehrarbeit bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität vor allem durch Kräfte der Mobilen Einsatzkommandos würden außerdem die Haushaltsmittel 2015 um 1,6 Millionen Euro erhöht. Die Voraussetzungen für das Gesamtpaket sollen durch den Nachtragshaushalt für 2015/16 geschaffen werden.

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de