Hofelich will ein Frühwarnsystem

Veröffentlicht am 29.01.2010 in MdB und MdL

Nach der seiner Meinung nach deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit im Kreis Göppingen sieht MdL Peter Hofelich (SPD) Handlungsbedarf.

Neue Württembergische Zeitung

Kreis Göppingen. Angesichts der deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit im Kreis Göppingen auf nunmehr 6,3 Prozent sieht der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich "Handlungsbedarf für alle in Politik und Wirtschaft Verantwortlichen".

Die Diagnose werde immer offenkundiger: Baden-Württemberg werde innerhalb Deutschlands wegen seiner starken Industrie und seiner internationalen Verflechtungen zum Risikoland in Deutschland. Und der Kreis Göppingen werde wegen seiner eher traditionellen industriellen Basis und seinem beträchtlichen Anteil an An- und Ungelernten zu einem besonderen Sorgenkind im Ländle. Sicher sei jetzt nicht der Zeitpunkt, die Versäumnisse der Vergangenheit zu benennen. Klar sei aber, dass ein bloßes Zuwarten auf bessere Zeiten auch nicht akzeptabel sei. Zu den mittel- und langfristig hoffentlich impulsgebenden Leuchtturmprojekten müsse jetzt eine konzertierte Aktion von Arbeitsverwaltung, Landkreis, Abgeordneten und Repräsentanten von Wirtschaft und Gewerkschaften kommen. Das heiße aus seiner Sicht: Aus dem Kreis Göppingen müsse das Thema "Kreditklemme" vieler mittelständischer Unternehmen, wie es Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht zuletzt artikuliert habe, an die Landes- und Bundespolitik adressiert werden. Ähnliches gelte für die Eigenkapitalstärkung der kleinen und mittleren Unternehmen.

Peter Hofelich: "Im Kreis Göppingen wird eine Art Frühwarnsystem im Jahr 2010 benötigt, um in Existenznöte geratenen Firmen beiseite zu stehen."

Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart habe dazu bereits eine Plattform geschaffen, die hier aktiv genutzt werden sollte. Benötigt werde zudem ein Appell aus dem Kreis Göppingen, dass die Kurzarbeitsregelungen noch einmal ausgeweitet werden. pm

 

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