Hofelich und Binder kritisieren fehlende Kapazitäten auf der Filstalbahn – „Müssen schnell für Verbesserungen sorgen“

Veröffentlicht am 18.12.2019 in Landespolitik

Mit Blick auf den Betreiberwechsel auf der Filstalbahn kritisieren die Landtagsabgeordneten aus Göppingen und Geislingen, Peter Hofelich und Sascha Binder (beide SPD), mangelnde Kapazitäten. Dazu hatten sich die beiden Abgeordneten vor kurzem in einer Anfrage an das Verkehrsministerium gewandt und auf die Sorgen vieler Bahnnutzer wegen des Verzichts auf Doppelstockwagen hingewiesen. „Es ist bemerkenswert, dass das Verkehrsministerium alle Schuld auf die Hersteller des Wagenmaterials und die Betreiber schiebt. Denn Tatsache ist, dass das Ministerium selbst für die Steuerung und Ausschreibung verantwortlich war und auch den Starttermin seit langem kennt“, kritisieren Binder und Hofelich. Jetzt müsse, wo nötig, schnell für Verbesserungen gesorgt werden.

In seiner Antwort auf die Anfrage der Abgeordneten räumt das Verkehrsministerium ein, dass die Sorgen der Bahnkunden wegen mangelhafter Kapazitäten längst bekannt seien. Dennoch seien die jetzt bestellten Fahrgastkapazitäten ausreichend, meint das Ministerium. Dem widersprechen Hofelich und Binder: „Die Frage, weshalb für das Filstal keine Doppelstockwagen bestellt wurden, ist nicht beantwortet. Offenbar war das ein großer Fehler“, kritisieren die Abgeordneten. Zahlreiche Bahnkundinnen und Bahnkunden hätten in den letzten Tagen von massiven Engpässen berichtet. Wie kurzfristig auf völlig überfüllte Züge auf der Filstalbahn reagiert werden könne, ließ des Verkehrsministerium bisher unbeantwortet. „Wir haben bereits bei der Ausschreibung dem Minister deutlich gemacht, dass es zu Engpässen in den Zügen kommt. Er hat es einfach ignoriert“, macht Binder deutlich.

 

Nach wie vor unklar sei auch die Position von Grün-Schwarz zur wünschenswerten Verlängerung des Nahverkehrs über Geislingen hinaus bis Ulm. „Hier schieben sich Ministerium, Regierungsfraktionen und Landkreise gegenseitig die Schuld zu“, betont Hofelich. Auch befürworten die Sozialdemokraten einen 20-Minuten-Takt nach Fertigstellung der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. „Diesem Anliegen hat die Kreistags-CDU mit Verweis auf den ‚Landesstandard‘ eine Absage erteilt – also steht eine grün-schwarze Politik dieser wichtigen Verbesserung entgegen“, kritisieren die Kreisräte Hofelich und Binder. Ausdrücklich geben die beiden heimischen Abgeordneten allerdings auch die Anerkennung mancher Fahrgäste über die neuen Züge und ihre Qualitäts-Verbesserungen weiter.
 

 

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