Helen Heberer: Wo bleibt die Sonderbehandlung der Metropolregionen von Seiten des Landes?

Veröffentlicht am 16.04.2007 in Pressemitteilungen

Die Landtagsabgeordnete Helen Heberer kritisiert die völlig unklare Haltung der Landesregierung zur Konzeption der "Europäischen Metropolregion".

Das Rhein-Neckar Dreieck sei über Jahrzehnte immer mehr zusammengerückt, angefangen von der Wirtschaft über die Wissenschaft, vom Verkehr bis zur Kultur und stärke mit seinen länderübergreifenden Projekten ein lebendiges Europa der Regionen. Dazu komme, dass die Metropolregion Rhein-Neckar, zusammen mit der Region Stuttgart zu den ersten beiden Europäischen Metropolregionen gehöre, als logische Konsequenz aus der Verflechtung echter Ballungsräume. Was Metropolregionen aber konkret für die Raumplanung und für die öffentliche Förderung bedeuten sei in der Landesregierung jedoch umstritten. Dieses Defizit der Landesregierung wiege umso schwerer, da mittlerweile mit der erweiterten Region Stuttgart, der Region Rhein-Neckar und nun dem gesamten Oberrhein von Karlsruhe bis Freiburg die Mehrheit des Landes zu einer Metropolregion gehöre, sagte Heberer. Merkwürdig findet Heberer, die im Landtag auch im Europa-Ausschuss sitzt, vor allem, die "Arbeitsteilung" innerhalb der CDU-Landesregierung.

Staatsminister Stächele beschwöre gerne die Zukunft der Metropolregionen. Landwirtschaftsminister Hauk dagegen bestreite die besondere Bedeutung der Metropolregionen und reise als Förderer des Ländlichen Raums durch den Rest des Landes. Die Landesregierung sei nicht in der Lage, Klarheit zur europäischen Idee der Metropolregionen im eigenen Land zu schaffen. Es würden Hoffnungen auf besondere Zuschüsse und Fördermaßnahmen geweckt Und gleichzeitig stellt sie sich bei konkreten Förderprogrammen der EU gegen Sonderregelungen für Metropolregionen. Fördermittel werden weiterhin gleichmässig im Lande verteilt. Es dominiert weiterhin die Förderung mit der Gießkanne."

"Die Konzentration auf einige Regionen, die dafür auch aus Sonderprogrammen der EU profitieren könnten, muss das Ziel sein" so Heberer. An den beiden noch anstehenden Gebieten Oberrhein, das von Karlsruhe bis Freiburg und hinüber in die Region Elsass reicht, sowie am Bodensee mit seinen drei Anrainerstaaten, findet Helen Heberer den sichtbaren Ausdruck des Europäischen Gedankens. Aber einer Zufälligkeit noch weiterer Zusammenschlüsse sei vorzubeugen. Denn die Haltung der Regierung, die einerseits gerne Metropolregionen gründe und lobe, sich aber andererseits gegen Förderprogramme für Metropolregionen sperre, mache keinen Sinn."

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de