Gastronomie im Kreis Göppingen: MdL Peter Hofelich plädiert für verbindlichen Stufenplan zur Öffnung

Veröffentlicht am 06.05.2020 in Landespolitik

Vor allem die Gastronomie und Hotellerie ist von den Corona-Beschränkungen hart getroffen. Bund und Land haben mit dem Sofortprogramm zügig reagiert und manchen Gastronomen über einen Zuschuss des Staates eine Brücke für einige Wochen gebaut. Dazu kamen günstige Kredite sowie Bürgschaften und nun sogar eine zeitweise halbierte Mehrwertsteuer für Speisen. „Jetzt ist es aber Zeit, wieder das Geschäft aufzumachen und für die Gäste da zu sein. Sicher schrittweise, aber planbar“, sagt der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD). Um für die Betriebe im Kreis Göppingen Klarheit zu schaffen, fordert der Sozialdemokrat jetzt einen konkreten Stufenplan und klare Erklärungen der Landesregierung, um Lockerungen zu planen – in Bayern geschehe dies bereits.
 
„Die Einschränkungen waren nötig, um die Pandemie einzugrenzen und wir haben ihnen als SPD zugestimmt. Der Mensch ist aber ein soziales Wesen und die Branche steht mit dem Rücken zur Wand. Ein Drittel aller Betriebe bangt um die Existenz. Mit sinkenden Fallzahlen und nachlassender Ansteckungsgefahr braucht es jetzt  eine verbindliche und flexible Perspektive für Gastronomie und Hotellerie in unserem Filstal“, betont Hofelich. „Gerade hier bei uns, wo wir mit Landschaft, Historie, Wirtschaftskraft und Gastlichkeit eigentlich gastronomisch punkten können.“ Dies sei auch bei verschiedenen Gesprächen mit Vertretern der Dehoga im Kreis Göppingen deutlich geworden.


„Ab jetzt sollten wir zu einem Dreiklang übergehen: Passgenaue Unterstützung, allmähliche Öffnung und weiterhin hohe Sicherheit über Abstände“, unterstreicht der Göppinger Abgeordnete mit Blick auf die Situation vor Ort im Filstal. „Es wird ohnehin noch schwer genug, rentabel zu arbeiten, wenn nur stark eingeschränkte Kapazität genutzt werden kann“. Bei verschiedenen Gesprächen hätten Gewerbetreibende vor allem moniert, dass eine klare Perspektive oft noch fehle. „Wenn das Infektionsgeschehen weiterhin sinkt, ist es von größter Bedeutung, durch einen festen Stufenplan für sichere Perspektiven zu sorgen“, sagt Hofelich und weist darauf hin, dass Bayern genau dieses seit Dienstag tue.
 
Jetzt liege es an der grün-schwarzen Landesregierung, durch klare ‚Wenn-dann-Regeln‘ Transparenz zu möglichen Lockerungen zu schaffen, zeigt sich der Sozialdemokrat überzeugt. Dabei komme es auch darauf an, den Besonderheiten vor Ort Rechnung zu tragen: „Wenn Gastwirte ein solides Hygiene-Konzept vorbereiten, sollte dies bei Lockerungen positiv berücksichtigt werden“, unterstreicht der Abgeordnete.

 

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