Für den barrierefreien Ausbau des Geislinger Bahnhofs ist die Finanzierung noch unklar

Veröffentlicht am 30.07.2009 in MdB und MdL

Der gordische Knoten bei den Verhandlungen zwischen Deutscher Bahn AG und der Stadt Geislingen ist noch nicht durchschlagen

Geislinger Zeitung

Geislingen. Nach dem Vor-Ort-Gespräch in Geislingen über die Realisierungschancen eines barrierefreien Zugangs zu den Mittelgleisen am Hauptbahnhof steht das angekündigte Schreiben der Bahn zur Rahmenplanung noch aus. Das teilte Oberbürgermeister Wolfgang Amann auf Anfrage mit.

Wie kurz gemeldet, hatten bei einer Gesprächsrunde Ende Juni inGeislingen, an der auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Walter Riester und der Stadtbehindertenring-Vorsitzende Michael Schima teilgenommen hatten, der Bahnvertreter ebenso wie Oberbürgermeister Wolfgang Amann ihre gegensätzlichen Positionen dargelegt. Die Bahn stellt in Aussicht, im Jahr 2015 die Bahnsteige zu erhöhen und zwei Aufzüge zu bauen, damit der Geislinger Hauptbahnhof behindertengerecht wird. An den Kosten von etwa 3,8 Millionen Euro müsse sich aber die Stadt beteiligen, indem sie zehn Prozent der Bausumme und die kompletten Planungskosten übernehme. Auf die Stadt kämen überschlägig 720 000 Euro zu.

"Das ist für uns schlichtweg nicht finanzierbar", lehnt Amann dieses Ansinnen ab. Er und Stadtbaumeister Karl Vogelmann geben zu bedenken, dass die Stadt mit dem Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs bereits erheblich in Vorleistung gegangen sei. Schließlich bringe der ZOB der Bahn weitere Kunden.

Die Bahn wiederum lehnt es ab, der Stadt die ZOB-Investition quasi gutzuschreiben und ihr dafür die Eigenanteile beim behindertengerechten Bahnhofsausbau zu erlassen. "Der gordische Knoten ist noch nicht durchschlagen", resümiert Vogelmann. Riester bot sich an, sich um Fördermittel zu bemühen. rod

 

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