Familie: Baden-Württemberg ist Spitze bei Kita-Qualität

Veröffentlicht am 08.01.2015 in Landespolitik

Baden-württembergische Kindertagesstätten haben bundesweit den besten Betreuungsschlüssel. Das zeigt eine aktuelle Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts. Danach ist in Kita-Gruppen mit Kindern von unter 3 Jahren im Schnitt eine Fachkraft für 3,1 Kinder verantwortlich. Mit diesem Betreuungsverhältnis liegt Baden-Württemberg deutlich über dem Bundesschnitt von 1 zu 4,4.

„Entscheidend ist die Qualität beim Ausbau der U3-Plätze. Wir möchten für die Familien im Land nicht nur möglichst viele, sondern vor allem gute Betreuungsplätze schaffen. Die neuen Zahlen bestätigen den Erfolg unserer Arbeit“, betont Staatssekretärin Marion v. Wartenberg. Der Betreuungsschlüssel sei in diesem Zusammenhang einer von mehreren Aspekten.

„Die hohen Qualitätsstandards können wir nur durch die vielen engagierten Fachkräfte in den Einrichtungen erfüllen“, lobt die Staatssekretärin. Deshalb lege das Land großen Wert auf ihre Aus- und Weiterbildung. Das Land unterstütze die Träger bei der Fort- und Weiterbildung jährlich mit rund zehn Millionen Euro.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Bertelsmann Stiftung im „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ Baden-Württemberg eine sehr gute Qualität in der frühkindlichen Bildung bescheinigt. Baden-Württemberg sei im Kita-Bereich auf dem Weg zum Musterländle urteilte der Ländermonitor im Juli 2014.

Das Land setzt weiterhin einen Schwerpunkt auf die frühkindliche Förderung:

  • Um den weiteren Ausbau von Kita-Plätzen zu fördern, hat die Landesregierung im laufenden Jahr ein einmaliges Landesinvestitionsprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro aufgelegt.
  • Im Doppelhaushalt 2015/16 wurden die Mittel für die Kleinkindbetreuung um insgesamt 190 Millionen Euro aufgestockt. Damit beträgt die Landesbeteiligung an der Kleinkindbetreuung 660 Millionen Euro im Jahr 2015 und 795 Millionen Euro im Jahr 2016.
  • Seit dem laufenden Kindergartenjahr 2014/2015 wurde darüber hinaus das Fördervolumen des Sprachförderprogramms SPATZ um weitere 4 Millionen Euro auf nun 21 Millionen Euro aufgestockt. Damit können zum Beispiel die Gruppengrößen deutlich abgesenkt werden.
 

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