Das Direktmandat im Visier

Veröffentlicht am 29.06.2009 in Wahlen

Unterstützt vom W. Riester U. Hück eröffnete S. Binder den Bundestagswahlkampf. FOTO: J. Peters

Die SPD setzt beim Wahlkampfauftakt mit Sascha Binder auf junge Linie

Jung und dynamisch - so hat sich der SPD-Bundestagskandidat Sascha Binder beim Wahlkampfauftakt gezeigt. Rund 100 Zuschauer kamen hierzu am Samstag in den Rätsche-Biergarten in Geislingen.

COCO WAGENER, Neue Württembergische Zeitung

Geislingen Jung und angriffslustig versucht die SPD bei der Bundestagswahl im September im Landkreis Göppingen der CDU das Direktmandat zu entreißen. Dementsprechend bunt und ausgelassen war auch der Wahlkampfauftakt am Samstag im Rätsche-Biergarten. Mit jugendlichen Sprüchen wie "Chuck Norris wählt Sascha Binder" versuchen der 26-Jährige und sein Wahlkampfteam nicht nur, aber vor allem jugendliche Wähler an die Urnen zu locken.

Rund 100 Zuschauer trotzten den Regenwolken und kamen zu Binders Wahlkampfauftakt. Sie wurden nicht enttäuscht: Ein lockerer Mix aus Unterhaltung und Politik machte die Veranstaltung abwechslungsreich und spannend. Sowohl die Band "507 Available", die aus dem Landkreis kommt, als auch der Nachwuchs der Kuchener Cheerleadergruppe begeisterten das Publikum und stimmten es auf die nachfolgenden Reden ein.

Mit viel Selbstironie ging der gerade 1,70 Meter große Sascha Binder mit seiner Person um und beugte den Scherzen zu seiner Körpergröße vor, indem er sie selbst vorwegnahm. Als weitere Redner konnte Binder den ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester sowie den Porsche-Betriebsrat Uwe Hück verpflichten.

Während Riester und Binder auf die Probleme und Chancen der heutigen Zeit eingingen, beschränkte sich Hück leider auf Stammtischweisheiten. Binder sieht vor allem Themen wie die Wirtschaftskrise oder das marode Bildungssystem als essenziell an und möchte hier ansetzen, um das Geld der Steuerzahler nicht unnötig auszugeben. Als Antwort auf die Frage, ob sein geringes Alter für ein solches Amt nicht hinderlich sei, konterte er mit einer Gegenfrage: "Wer setzt sich denn für die Jungen ein, wenn nicht wir?"

Auch Walter Riester sprach sich vehement für Binder aus und betonte: "Sascha denkt nicht nur klar, sondern kann auch klar formulieren. Das ist für einen Politiker sehr wichtig." Dass die SPD dieses Jahr eine junge Linie fährt, sieht man auch am Wahlkampfleiter Tim Zajontz, der ebenfalls noch keine 30 Jahre alt ist und neben seinem Studium momentan auch noch Sascha Binder, seinen ehemaligen Kollegen aus dem Geislinger Jugendgemeinderat, im ganzen Landkreis vorstellt. Zajontz zeigte sich am Samstag optimistisch und kämpferisch: "Wir werden das Direktmandat holen!" Mit dem frühen Beginn des Wahlkampfs setzt die SPD auf Dynamik und Energie. So hat sie schon mit ersten Plakataktionen losgelegt - und Zajontz versprach am Samstag: "Ab August wird der Sommer richtig heiß, da warten noch einige Überraschungen und Attraktionen auf die Bürger."

 

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