Bildung: Argumente zur regionalen Schulentwicklung

Veröffentlicht am 28.03.2014 in Landespolitik

Um die bildungspolitische Debatte zu versachlichen, haben wir eine Serie zur Bildungspolitik angelegt. Insgesamt werden wir in diesem Zusammenhang fünf Artikel publizieren. Das heutige Thema ist die regionale Schulentwicklung.

1. Wir stehen bei der Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft vor großen Herausforderungen. Dies gilt für kleine Gemeinden, Städte, Stadt- und Landkreise gleichermaßen. Eine davon ist die Anpassung der Schulstrukturen an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, insbesondere den demografischen Wandel.

2. Unser langfristiges Ziel ist es deshalb, in Baden- Württemberg ein Zwei-Säulen-System mit einem integrativen Bildungsweg neben dem Gymnasium zu etablieren. Die neuen Gemeinschaftsschulen im Land zeigen bereits, dass eine gemeinsame Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Begabungsmustern möglich ist.

3. Die erforderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine regionale Schulentwicklung haben wir in Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden erarbeitet. Unser Ziel ist, allen Schülerinnen und Schülern in zumutbarer Entfernung von ihrem Wohnort einen Bildungsabschluss entsprechend ihren Begabungen und Fähigkeiten zu ermöglichen. Zudem geht es darum, im Interesse der Kinder und Jugendlichen langfristig leistungsstarke und effiziente Schulstandorte zu sichern. Dies kann von Städten und Gemeinden vor Ort am besten entwickelt werden.

4. Für die weitere Schulentwicklung gilt der folgende Rahmen: Die Einrichtung neuer weiterführender Schulen ist künftig nur noch dann möglich, wenn die Schule in der Eingangsstufe voraussichtlich mindestens 40 Schülerinnen und Schüler hat und dies langfristig gesichert ist. Für die Neueinrichtung allgemeinbildender Gymna-sienliegt diese Mindestschülerzahl bei 60 Schülerinnen und Schülern in der Eingangsstufe; ebenso müssen für die Sekundarstufe II an Gemeinschaftsschulen in Klassenstufe 9 mindestens 60 Schülerinnen und Schüler vorhersehbar sein.

5. Eine Aufhebung von Schulstandorten mit weniger als 40 Schülerinnen und Schülern bzw. 60 Schülerinnen und Schülern an Gymnasien pro Eingangsstufe wird es mit der SPD nicht geben. Eine kritische Größe ist erst dann erreicht, wenn die Schule in zwei aufeinanderfolgenden Jahren weniger als 16 Schülerinnen und Schüler in der Eingangsklasse aufweist und keine regionale Schulentwicklung stattfi ndet. Von der Aufhebung wird abgesehen, wenn ein entsprechender Bildungsabschluss in zumutbarer Entfernung nicht angeboten wird.
Ein entsprechendes Gesetz werden wir vor den Sommerferien 2014 verabschieden.

6. Grundschulen sind von der regionalen Schulentwicklung nicht berührt! Es gilt auch weiterhin der Grundsatz: Kurze Beine – kurze Wege!

Und die Vorgängerregierung?

Die Vorgängerregierung hat trotz jahrzehntelang rückläufiger Schülerzahlen und veränderten Schulwahlverhaltens mut- und konzeptlos agiert und die regionale Schulentwicklung dem Zufall überlassen sowie am dreigliedrigen Schulsystem festgehalten. Bis heute können weder CDU noch FDP ein zukunftsweisendes Schulentwicklungskonzept für Baden-Württemberg vorlegen.

 

Homepage SPD-Landesverband

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de