„Bei der Verkehrspolizei entlasten künftig Spezialisten die Reviere“

Veröffentlicht am 07.06.2012 in Landespolitik

Binder und Hofelich sehen polizeifachliche Aspekte im Vordergrund

Die Polizeistrukturreform in Baden-Württemberg ist im Gange. Sie ist auf Vorschlag einer Projektgruppe entstanden, die vornehmlich aus Polizisten und Praktikern der öffentlichen Verwaltung besetzt war. Die Bürgerschaft wünscht sich ein solches Vorgehen von der Politik und wird dabei in aller Regel auch von den Medien unterstützt. Ziel der Reform ist es, mehr und stabile Polizeipräsenz für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, dabei gleichzeitig auch den veränderten Aufgaben durch Spezialisierung gerecht zu werden. Die jetzt erfolgte Auswahl spezialisierter kleiner Verkehrsdirektionen folgt dieser Linie.

Für die Standortsuche haben vorhandene Gebäude und die Verkehrswege, insbesondere die unmittelbare Nähe zu Autobahnen, polizeifachlich die größte Rolle gespielt. Vor diesem Hintergrund hätten wir uns natürlich gewünscht, dass der Autobahnpolizeistandort in Mühlhausen im neuen Regionalpräsidium Ulm den Vorzug als Kopfstelle der Verkehrspolizeidirektion mit einem Führungsstab von 5 bis 6 Beamten erhalten hätte. Die Lage ist verkehrlich mindestens ebenso zentral, wie die von Heidenheim. Offenbar haben fehlende Räumlichkeiten den Ausschlag gegen diesen Standort im Landkreis gegeben. Das ist schade, berechtigt aber nicht zu einer völlig überzogenen Pauschalkritik. Was die verkehrspolizeilichen Kapazitäten am bisherigen Standort Stadt Göppingen angeht, setzen wir uns , neben den sowieso garantierten personellen Kapazitäten für das alltägliche Aufkommen, selbstverständlich auch für Personal für eine vertiefte Fallbearbeitung ein, die in einem verkehrlichen Ballungsraum wie dem Filstal, auch aus Sicht des Innenministeriums, notwendig ist. Klar ist aber, daß auch künftig niemand bei einem Unfall länger warten muss“. Mit diesen Sätzen nehmen die beiden sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten im Kreis Göppingen, Sascha Binder und Peter Hofelich, zur erneut aufgeflammten Debatte um die Polizeireform Stellung.

Hofelich und Binder werden dabei offensiv: „Wir stehen in unserem Land vor einer von der Vorgängerregierung übernommenen strukturellen Deckungslücke des Haushaltes von 2.4 Mrd Euro im Jahr und vor einer angehäuften Schuldenlast von 47 Mrd Euro. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Polizeiarbeit vor Ort all zu immer wieder an finanzielle Grenzen stößt. Wer dies in Zukunft verhindern will, darf nicht einfach auf mehr Geld hoffen, sondern muss sich an anderer Stelle, nämlich bei allem, was zwischen den mit Bestandsgarantie versehenen Revieren und Posten einerseits und dem Innenministerium andererseits an vielfach gegliederten und vorgehaltenen Institutionen da ist, was einfallen lassen. Wer, wie die CDU, Posten in der Fläche geschlossen und massiven Stellenabbau bei der Polizei betrieben hat, sollte jetzt nicht mit gespaltener Zunge sprechen“. Die Abgeordneten abschließend: „Für die Bürger ist entscheidend, daß unsere Polizei bürgernah, präsent wirkungsvoll arbeitet. Wir sind der Auffassung, daß wir dabei auf dem richtigen Weg sind. Für die Polizistinnen und Polizisten gilt bei einer Landesregierung mit sozialdemokratischem Profil selbstverständlich, daß personelle Maßnahmen umsichtig und sozial ausgewogen von statten gehen und dies selbstverständlich im Dialog mit den mitbestimmenden Gremien und den Gewerkschaften. Letztere haben die neue Struktur der Verkehrspolizeidirektionen auch begrüßt. Die Bürgerschaft sieht das Ganze nach unserem Dafürhalten gelassen und erwartet das von der Politik Versprochene: Bessere Präsenz und zeitgemäße Ausrichtung unserer Polizei. Es wäre gut, wenn jetzt der Blick nach vorne geht“.

 

Homepage SPD-Kreisverband Göppingen

Unsere Abgeordneten

Heike Baehrens

 

Shariff

Downloads

Flyer

OV-Zeitung

Suchen

WebsoziInfo-News

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de